22 March 2026, 16:21

Wolfenbüttels Rat lehnt umstrittene Bibliotheksfusion ab – und belässt Defizit von 6,2 Millionen Euro

Eine gut beleuchtete Bibliothek mit hohen Bücherregalen voller Bücher, mit einer Tafel mit Text und einem Wasserzeichen unten.

Wolfenbüttels Rat lehnt umstrittene Bibliotheksfusion ab – und belässt Defizit von 6,2 Millionen Euro

Ein Plan zur Zusammenlegung der Stadt- und Kreisbibliotheken in Wolfenbüttel ist vom örtlichen Rat abgelehnt worden. Der von der CDU-Fraktion eingebrachte Vorschlag sollte die Kosten angesichts steigender finanzieller Belastungen senken. Sowohl die Stadt als auch der Landkreis verzeichnen ein gemeinsames Defizit von etwa 6,2 Millionen Euro in ihren Bildungshaushalten.

Das abgelehnte Konzept sah vor, die kombinierten Buchbestände zum Bahnhof zu verlegen und die bestehenden Räumlichkeiten am Bahnhof sowie im Bildungszentrum umzunutzen.

In den vergangenen fünf Jahren ist die Nutzung des Bestands der Stadtbibliothek um 15 bis 20 Prozent zurückgegangen. Die Ausleihzahlen sanken von 120.000 auf 95.000, was teilweise auf digitale Alternativen und Pandemie-bedingte Einschränkungen zurückzuführen ist. Die Kreisbibliothek verzeichnete hingegen einen leichten Anstieg um 5 Prozent – die Ausleihen stiegen von 80.000 auf 84.000.

Die CDU argumentierte, dass die Fusion der beiden Bibliotheken logistische Kosten reduzieren würde, darunter den Transport von Büchern zwischen dem Bildungszentrum und dem Büchermobil. Zudem schlug sie vor, den gesamten Bestand am Bahnhof zu zentralisieren, um die Abläufe effizienter zu gestalten. Der Rat stimmte jedoch gegen den Plan, sodass das bestehende System vorerst unverändert bleibt.

Wolfenbüttel beherbergt drei zentrale kulturelle Einrichtungen: die historische Herzog August Bibliothek, die städtische Stadtbibliothek und das Volkshochschulzentrum des Landkreises. Der abgelehnte Vorschlag hätte eine deutliche Veränderung im Betrieb dieser Einrichtungen bedeutet.

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Die Entscheidung lässt die Stadt- und Kreisbibliotheken vorerst weiterhin getrennt arbeiten. Die finanziellen Belastungen bestehen fort – das Bildungszentrum steht weiterhin vor einem Defizit von rund 6,2 Millionen Euro. Bisher wurden keine alternativen Sparmaßnahmen bekannt gegeben.

Quelle