Wolfsangriff in Thüringen zerstört Schafherde – Familie kämpft um Existenz
Fatima TrubinWolfsangriff in Thüringen zerstört Schafherde – Familie kämpft um Existenz
Wolfsangriff bei Urnshausen bringt thüringischen Schafbetrieb in Not
Ein Wolfsangriff in der Nähe von Urnshausen hat einen Schafbetrieb in Thüringen schwer getroffen. Der Schafmeister Egon Specht entdeckte am Sonntagmorgen sechs tote Mutterschafe und zwei schwer verletzte Tiere. Der Vorfall hat die Forderungen nach strengeren Regeln im Umgang mit Wölfen, die Nutztiere bedrohen, erneut entfacht.
Der Angriff ereignete sich an der Herde der Familie Specht, wobei sechs Tiere starben und sechs weitere schwere Bisswunden erlitten. Die Überlebenden mussten tierärztlich versorgt werden, was die Verluste der Familie noch vergrößerte. Jedes Schaf steht für Jahre der Zuchtarbeit – die finanziellen Folgen sind entsprechend gravierend.
Die Spechts vermuten, dass mehrere Wölfe beteiligt waren. Sie meldeten den Vorfall dem Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz, genauer dem Kompetenzzentrum für Wölfe, Biber und Luchse. Beamte nahmen Proben, um den Wolfsbiss zweifelsfrei nachzuweisen.
Örtliche Schafhalter warnen seit Langem vor den Risiken durch Wölfe in der Region. Sie betonen ihre Rolle bei der Erhaltung der offenen Kulturlandschaft der Rhön, wo weidende Herden zum traditionellen Charakter des Gebiets beitragen.
Der Vorfall hat die Forderungen nach klareren rechtlichen Maßnahmen gegen sogenannte "Problemwölfe" neu befeuert. Nutztierhalter in Thüringen verlangen nun schnellere Schutzmaßnahmen für ihre Herden. Die Familie Specht steht unterdessen vor der Herausforderung, sich von dem Angriff und seinen finanziellen Folgen zu erholen.






