140 Jahre alter Leuchtturm zieht nach Fedderwardersiel um – ein historisches Manöver
Fatima Trubin140 Jahre alter Leuchtturm zieht nach Fedderwardersiel um – ein historisches Manöver
140 Jahre alter Leuchtturm findet bald ein neues Zuhause in Fedderwardersiel
Ein 140 Jahre alter Leuchtturm wird bald in Fedderwardersiel, einem Küstenort in Norddeutschland, einen neuen Standort erhalten. Die Entscheidung fiel nach Jahren der Zersetzung durch starke Winde und Wellen, die seinen bisherigen Standort unsicher gemacht hatten. Behörden haben nun ein Gelände in der Nähe des Garnelenfischerhafens aufgrund seiner technischen und infrastrukturellen Vorteile ausgewählt.
Die hinter dem Projekt stehende Stiftung prüfte zunächst mehrere Standorte, darunter Wilhelmshaven, Bremerhaven und Hooksiel in Friesland. Nach einer ersten Bewertung schieden Bremerhaven und Hooksiel aus, sodass Wilhelmshaven als ernsthafter Kandidat übrig blieb. Schließlich setzte sich jedoch Fedderwardersiel wegen seiner direkten Küstelage durch.
Die Vorbereitungen für den Umzug laufen bereits: Unterlagen für die Verlegung und Baugenehmigungen werden erstellt. Anders als bei herkömmlichen Leuchtturmprojekten geht es hier darum, das gesamte Bauwerk ins Landesinnere zu versetzen – eine seltene und komplexe Aufgabe. Ein Sprecher betonte, dass die Wahl Fedderwardersiels Wilhelmshaven nicht endgültig ausschließe und Raum für künftige Überlegungen bleibe.
Der Leuchtturm, der ursprünglich um 1863 erbaut wurde, diente einst als wichtiges Navigationshilfsmittel im Mittelmeer. Zwar ist seine genaue historische Bedeutung unklar, doch deuten Aufzeichnungen darauf hin, dass er mit der spanischen Region Cabo de Gata und einer örtlichen Persönlichkeit – einem Pastor, der als Leuchtturmwärter fungierte – verbunden ist. Durch jahrzehntelange Witterungseinflüsse hat die Struktur jedoch so sehr gelitten, dass eine Verlegung die einzige tragfähige Lösung darstellt.
Künftig wird der Leuchtturm in der Nähe des lebhaften Garnelenfischerhafens von Fedderwardersiel stehen. Mit der Verlegung soll nicht nur ein Stück maritimes Erbe bewahrt, sondern auch seine Stabilität für die kommenden Jahre gesichert werden. Das Projekt markiert das erste Mal, dass ein solches Bauwerk auf diese Weise ins Binnenland umgesiedelt wird.






