AfD Gifhorn leitet Parteiausschlussverfahren gegen umstrittenes Mitglied ein
Nikolaus FreudenbergerAfD Gifhorn leitet Parteiausschlussverfahren gegen umstrittenes Mitglied ein
Der Kreisverband Gifhorn der Alternative für Deutschland (AfD) hat ein Parteiausschlussverfahren gegen Stefan Marzischewski-Drewes eingeleitet. Der Schritt folgt auf jahrelange Spannungen zwischen dem Mitglied und dem örtlichen Parteiverband. Nun wartet die Führung auf eine Entscheidung des Landes-Schiedsgerichtes in dieser Sache.
Die Konflikte zwischen Marzischewski-Drewes und dem AfD-Kreisverband Gifhorn haben sich in den vergangenen zwei Jahren zugespitzt. Der endgültige Bruch erfolgte, als er angeblich eine parallele Struktur innerhalb der Partei aufgebaut haben soll. Dies veranlasste die lokalen Funktionäre, formell aktiv zu werden.
Robert Preuß, ein Vertreter des Gifhorner Kreisverbandes, betont, dass Marzischewski-Drewes ordnungsgemäß über das Verfahren informiert worden sei. Zudem habe er die Möglichkeit erhalten, vor dem Weiterleiten des Falls Stellung zu nehmen. Preuß wies die Behauptung des Mitglieds zurück, er habe von der Angelegenheit erst durch die Medien erfahren, und bezeichnete dies als eine „persönliche Interpretation der Ereignisse“.
Der Kreisverband prüfte die Stellungnahme von Marzischewski-Drewes, bevor der Fall an das Landesschiedsgericht eskaliert wurde. Zwar zeigt man sich zuversichtlich, dass das Verfahren erfolgreich verlaufen wird, doch ein konkreter Zeitrahmen für eine Entscheidung steht noch aus. Berichten zufolge scheitern rund 60 Prozent solcher Ausschlussanträge in Deutschland an den strengen verfahrensrechtlichen Anforderungen.
Der Fall liegt nun beim Landesschiedsgericht, das eine endgültige Entscheidung treffen wird. Sollte dem Antrag stattgegeben werden, droht Marzischewski-Drewes der Parteiausschluss. Das Ergebnis hängt davon ab, ob das Gericht die vorgebrachten Gründe nach den internen Regeln der AfD für ausreichend erachtet.






