Alttextil-Sammlung im Landkreis Schmalkalden-Meiningen wird neu organisiert
José MartinAlttextil-Sammlung im Landkreis Schmalkalden-Meiningen wird neu organisiert
Landkreis Schmalkalden-Meiningen ändert Alttextil-Sammlung
Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen stellt die Sammlung von Alttextilien um. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines schwächelnden Gebrauchttextilmarktes, der die kommunalen Dienstleistungen unter Druck setzt. In einigen Gebieten, darunter Meiningen und Zella-Mehlis, ist die Umstellung bereits angelaufen.
Bisher konnten Anwohner alte Kleidung an frei zugänglichen Containern im gesamten Landkreis abgeben. Nun werden viele dieser Sammelstellen abgebaut und die Annahme auf zentrale Standorte verlagert. Ziel ist es, die Qualität der Spenden zu verbessern, Verunreinigungen zu verringern und illegale Entsorgungen einzudämmen.
Das Recyclingzentrum in Kaltennordheim, das zur Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön gehört, nimmt nun Alttextilien entgegen. Akzeptiert werden tragbare, saubere Gegenstände wie Kleidung, Schuhe, Bettwäsche und Handtücher. Auch Decken, Vorhänge, Taschen, Gürtel, Mützen und Schals werden angenommen. Stark verschmutzte oder beschädigte Textilien, nasse oder schimmelige Stoffe, Teppiche und Matratzen hingegen nicht. Ebenfalls ausgeschlossen sind Hausmüll, Elektrogeräte, Kunststoffe und Papier.
Jährlich sammelt der Landkreis rund 300 Tonnen Alttextilien – das entspricht etwa 2,5 Kilogramm pro Einwohner. Angesichts des rückläufigen Marktes für Secondhand-Textilien prüft die Verwaltung weitere Lösungen für die Region Hohe Rhön. Die Änderungen sollen die Sammlung effizienter gestalten und sicherstellen, dass die Materialien weiterverwertbar bleiben.
Das neue System ist in Teilen des Landkreises, darunter Meiningen und Zella-Mehlis, bereits eingeführt. Durch die Konzentration auf zentrale Annahmestellen will der Landkreis eine effiziente Wiederverwertung gewährleisten. Weitere Anpassungen für die Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön werden noch geprüft.






