05 June 2026, 13:04

Anonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Toxisches Arbeitsklima oder gezielte Kampagne?

Anonymer Brief am Fürther Stadttheater: Unterstützung für Intendantin Stolz von innen

Anonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Toxisches Arbeitsklima oder gezielte Kampagne?

Ein anonymer Brief hat am Stadttheater Fürth für Unruhe gesorgt. Darin wird der Intendantin, Dr. Silvia Stolz, vorgeworfen, ein toxisches Arbeitsklima zu fördern. Die Vorwürfe beschreiben eine Kultur der Angst und des Misstrauens, doch kein Mitarbeiter hat sich öffentlich mit seinem Namen zu dem Schreiben bekannt. Gleichzeitig haben wichtige Persönlichkeiten des Theaters Stolz’ Führung seit ihrer Berufung Ende 2023 verteidigt.

Der namenlose Brief, der angeblich 25 fest angestellte Mitarbeiter vertritt, zeichnet ein düsteres Bild der Arbeitsbedingungen unter Stolz’ Leitung. Er wirft ihr vor, psychische Belastungen, Misstrauen und ein Klima der Verunsicherung unter den Beschäftigten zu schaffen. Doch der Dramaturg Udo Eidinger wies die Glaubwürdigkeit des Schreibens zurück – schließlich habe sich niemand persönlich dazu bekannt.

Stattdessen lobte Eidinger Stolz dafür, die Verbindung des Theaters zur Stadt neu belebt zu haben. Er betonte ihre Bemühungen, den Dialog zu öffnen und die Institution zugänglicher zu gestalten. Auch der Theaterbeirat Maurice Schönleben (SPD) unterstützte diese Haltung und nannte die Fortschritte seit 2023 „beachtlich“. Stolz sei die richtige Person, um die weitere Entwicklung des Hauses zu begleiten.

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Trotz der Kontroverse laufen die Vorbereitungen für eine anstehende Premiere mit großem Engagement weiter. Viele Kollegen widmen sich weiterhin mit Hingabe ihrer Arbeit, auch wenn einige Mitarbeiter Verunsicherung äußern und auf klarere Vorgaben warten. Die jüngsten Erfolge des Theaters sind unbestreitbar: In der Spielzeit 2024/2025 verzeichnete es über 100.000 Besucher und mehr als 95.000 verkaufte Tickets, dazu ein deutliches Wachstum im Jugendprogramm.

Das Theater steht nun vor einer Spaltung zwischen den Vorwürfen des Briefes und der öffentlichen Rückendeckung für Stolz’ Führung. Mit starken Zuschauerzahlen und laufenden Produktionen muss die Institution interne Bedenken angehen, ohne ihren Schwung zu verlieren. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie das Team unter Stolz’ Leitung weitermacht.

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