25 March 2026, 12:26

ARD und ZDF vernachlässigen Wirtschaftsthemen – Studie enthüllt alarmierende Lücken

Plakat mit fettem schwarzem Text "Trickle-Down Economics Doesn't Work" auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem dünnen schwarzen Rand, begleitet von einem Zitat des Präsidenten Biden.

ARD und ZDF vernachlässigen Wirtschaftsthemen – Studie enthüllt alarmierende Lücken

Öffentlich-rechtliche Sender ARD und ZDF werden vorgeworfen, Wirtschaftsthemen in ihren Talkshows zu vernachlässigen. Eine neue Studie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) zeigt einen deutlichen Rückgang wirtschaftspolitischer Diskussionen – und das in einer Phase, in der Deutschland mit der längsten Rezession seit Jahrzehnten kämpft. Die Initiative wirft den Sendern vor, in zentralen Debatten die Stimme der Wirtschaft nicht ausreichend zu berücksichtigen.

Die INSM analysierte 284 Folgen aus dem Jahr 2025 und stellte fest, dass zwischen 2021 und 2024 im Schnitt nur 47 Sendungen pro Jahr wirtschaftliche Themen behandelten. Damit sank der Anteil von 33 Prozent im Jahr 2023 auf lediglich 20 Prozent im Jahr 2025. In fast einem Drittel dieser Folgen kam überhaupt kein Vertreter aus der Wirtschaft zu Wort.

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Die Gästeverteilung war stark einseitig: Politiker machten 41 Prozent der Teilnehmer aus, Journalisten 27 Prozent und Ökonomen 14 Prozent. Unternehmer waren mit nur 5 Prozent vertreten, Vertreter von Wirtschaftsverbänden sogar nur mit 2 Prozent. Besonders auffällig war die Sendung Maischberger: In 80 Prozent der wirtschaftsbezogenen Folgen fehlte jede unternehmerische Perspektive.

INSM-Geschäftsführer Thorsten Alsleben kritisierte diese Schieflage scharf. Er betonte, dass ein Verständnis und die Bewältigung der wirtschaftlichen Herausforderungen Deutschlands die Einbindung von Praktikern erfordere. Alsleben forderte mehr Unternehmer als Gäste in Talkshows und warf den Sendern vor, ihrem Auftrag zu ausgewogener Berichterstattung nicht gerecht zu werden.

Eine Ausnahme bildete hart aber fair: Die Sendung widmete 39 Prozent ihrer Folgen wirtschaftlichen Themen und lud konsequent Vertreter aus der Wirtschaft ein.

Der Bericht unterstreicht eine wachsende Kluft zwischen Medienberichterstattung und wirtschaftlicher Realität. Angesichts sinkender Debatten über Wirtschaftsthemen und geringer Beteiligung von Unternehmern warnt die INSM, dass die öffentlich-rechtlichen Sender wichtige Perspektiven ausblenden. Die Ergebnisse erhöhen den Druck auf ARD und ZDF, ihre Gästeauswahl und Programmschwerpunkte zu überdenken.

Quelle