Arla und DMK fusionieren: Europas größte Molkereigenossenschaft entsteht
Nada BlochArla und DMK fusionieren: Europas größte Molkereigenossenschaft entsteht
Die Europäische Kommission hat die Übernahme der DMK durch Arla genehmigt und schafft damit die größte Molkereigenossenschaft Europas. Die Entscheidung fällt nach einer Prüfung der Wettbewerbsbehörden, die keine Bedenken gegen die Fusion erhoben. Bauernverbände zeigen sich jedoch gespalten in ihrer Bewertung der Auswirkungen des Deals.
Durch die Fusion schließen sich die 7.000 Genossenschaftsbauern von Arla in ganz Europa mit den 4.000 deutschen Erzeugern der DMK zusammen. Nach Abschluss des Zusammenschlusses werden die beiden Genossenschaften nicht mehr um Milchlieferungen der Landwirte konkurrieren. Arlas bestehende Exportnetzwerke sollen deutschen Milchproduzenten neue Absatzmöglichkeiten eröffnen.
Der Deutsche Bauernverband begrüßte die Entscheidung als positiven Schritt für die Branche. Demgegenüber kritisierte der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter den Zusammenschluss und verwies auf begrenzte Verarbeitungskapazitäten als mögliches Problem. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft ging noch weiter und äußerte Empörung über die Genehmigung durch die Kommission.
Die Wettbewerbsbehörden bestätigten, dass der Handel weiterhin über ausreichend Lieferanten für Handelsmarken-Milchprodukte verfügen werde. Arlas Praxis, allen Genossenschaftsbauern unabhängig vom Markt einen einheitlichen Milchpreis zu zahlen, bleibt auch nach der Fusion bestehen.
Die Fusion wird die europäische Milchwirtschaft neu prägen, indem sie die größte Genossenschaft des Sektors schafft. Deutsche Erzeuger erhalten Zugang zu Arlas Exportkanälen, doch bleiben Bedenken hinsichtlich der Verarbeitungskapazitäten und der Marktmacht bestehen. Der Deal soll ohne regulatorische Auflagen vollzogen werden.






