31 May 2026, 18:21

Atomfonds-Chefin fordert Revolution bei der deutschen Rentenpolitik

Kenfo-Geschäftsführer plädiert für Aktienrente

Atomfonds-Chefin fordert Revolution bei der deutschen Rentenpolitik

Anja Mikus, die Chefin des staatlichen deutschen Atomfonds Kenfo, setzt sich für einen grundlegenden Wandel in der Rentenpolitik ein. Ihr Ziel: Alle Versicherten sollen in ein verpflichtendes, aktienbasiertes Rentensystem einzahlen. Mit dem Vorschlag will sie den Zugang zu den Kapitalmärkten ausweiten – selbst für diejenigen, die nur kleine Beiträge leisten.

Mikus leitet Kenfo seit 2017. Der vom Staat unterstützte Fonds verwaltet rund 26,5 Milliarden Euro, die für die Lagerung radioaktiver Abfälle aus den stillgelegten deutschen Atomkraftwerken bis zum Jahr 2100 vorgesehen sind.

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Ihr Plan orientiert sich am schwedischen Staatsfonds AP7, der ein kapitalgedecktes Rentensystem betreibt. Mikus argumentiert, dass die öffentliche Akzeptanz für solche Modelle wächst, wenn die Menschen deren langfristigen Erfolg miterleben. Ein stärkerer Einstieg in Aktieninvestments, so ihre Überzeugung, würde mehr Bürgern die Chance eröffnen, von Marktchancen zu profitieren.

Laut ihrem Vorschlag würden selbst bescheidene Einzahlungen in das aktiengestützte System einfließen. Das Ziel: eine breitere Teilhabe an den Kapitalmärkten statt der bisherigen Abhängigkeit von klassischen Rentenmodellen.

Die Reform würde einen tiefgreifenden Wandel bedeuten, wie die Deutschen für den Ruhestand vorsorgen. Wird sie umgesetzt, könnte sie mehr Gelder in Aktien lenken und gleichzeitig die Anlageoptionen erweitern. Die positiven Erfahrungen mit ähnlichen Systemen im Ausland stärken Mikus’ Argumentation für einen kapitalgedeckten Ansatz.

Quelle