Auswärtiges Amt startet radikale Umstrukturierung unter Wadephul mit weitreichenden Folgen
José MartinAuswärtiges Amt startet radikale Umstrukturierung unter Wadephul mit weitreichenden Folgen
Das Auswärtige Amt durchläuft eine umfassende interne Umstrukturierung unter der Leitung von Minister Johann Wadephul. Die Reform betrifft nahezu alle der 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und verändert zentrale Abteilungen grundlegend. Dazu gehören die Auflösung, Zusammenlegung oder Umbenennung ganzer Referate.
Im Rahmen der Neugestaltung wird die Zuständigkeit für Russland und die Ukraine an die Europa-Abteilung übertragen. Der bisherige USA-/Kanada-Bereich geht in einer neuen Amerika-Abteilung auf, die nord- und lateinamerikanische Angelegenheiten bündelt.
Vier Unterabteilungen und neun Fachreferate werden abgeschafft. Sämtliche Einheiten des Ministeriums in Berlin erhalten im Zuge der Reform neue Bezeichnungen. Beschäftigte in umstrukturierten Bereichen müssen noch in diesem Herbst die Büros wechseln.
Laut Auswärtigem Amt bleibt der Politische Direktor weiterhin eine Schlüsselfigur für sicherheitspolitische Entscheidungen. Einige erfahrene Diplomaten sehen in der Neuausrichtung dieser Position jedoch eine Schwächung ihres Einflusses.
Die Umstrukturierung führt zudem zu neuen E-Mail-Adressen für fast alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Ministerium betont, die Reform diene der Effizienzsteigerung und Straffung der Abläufe. Wie sich die Änderungen auf den Arbeitsalltag und die politische Ausrichtung auswirken, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.






