BaFin entlässt gesamte Berenberg-Führung – doch die Bank bleibt zuversichtlich
José MartinBaFin entlässt gesamte Berenberg-Führung – doch die Bank bleibt zuversichtlich
Die BaFin hat bei der Berenberg Bank alle drei Geschäftsführer aufgrund möglicher Verstöße gegen die Unternehmensführung abberufen. Trotz dieser Maßnahme rechnet die Bank weiterhin mit starken Finanzkennzahlen und prognostiziert für 2025 einen Gewinn von 20 Millionen Euro sowie 40 Millionen Euro für das erste Halbjahr 2026. Zwei Sonderbeauftragte wurden eingesetzt, um die Geschäftsführung zu überwachen.
Der Schritt der BaFin folgt Bedenken hinsichtlich bestimmter Markttransaktionen mit unklaren Hintergründen. Bei den Untersuchungen wurde zudem ein Mangel an Transparenz während der Prozesse festgestellt. Die mutmaßlichen Verstöße betrafen jedoch nicht das Kundengeschäft, und es entstanden keine Nachteile für Kunden.
Als neue Sonderbeauftragte wurden Dr. Hans-Walter Peters und Michael Horf benannt. Peters übernimmt die Aufsicht über den Bereich Markt- und Kundenservice, während Horf für die Post-Trade-Services verantwortlich zeichnet. Die operative Führung, die Geschäftsstrategie und die Arbeitsplätze der Bank bleiben davon unberührt.
Laura Janssens bleibt Leiterin des Investmentbankings, und Frederik Gottlob führt weiterhin die Bereiche Firmenkunden-, Vermögens- und Asset-Management. Die Führungsstruktur der Bank wurde somit teilweise neu geordnet, ohne den Tagesbetrieb zu beeinträchtigen.
Die Veränderungen stellen für die Berenberg Bank eine erhebliche reputative Herausforderung dar. Dennoch bleibt die finanzielle Perspektive positiv: Für 2025 und das erste Halbjahr 2026 werden weiterhin starke Erträge erwartet. Die Überwachung durch die neuen Beauftragten soll dazu beitragen, die Governance-Standards wiederherzustellen.






