Baukosten senken: NKR plant radikale Reform der deutschen Bauvorschriften
Nada BlochBaukosten senken: NKR plant radikale Reform der deutschen Bauvorschriften
Deutschlands Nationaler Normenkontrollrat (NKR) schlägt weitreichende Änderungen der Bauvorschriften vor, um die Baukosten zu senken. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Wohnungsnot im Land – während Bundesministerien bereits Pläne für ein neues Gebäudetyp-E-Gesetz vorlegen.
Der NKR setzt sich für ein vereinfachtes System mit drei Stufen ein: „Basis“, „Mittelklasse“ und „Premium“. Dem Entwurf zufolge soll der „Basisausführungsstandard“ automatisch für alle Neubauten gelten, während Aufwertungen zu höherwertigen Optionen nur auf Wunsch möglich wären. Ziel ist es, den Bauprozess durch weniger Bürokratie und überflüssige technische Vorgaben zu beschleunigen.
Bundesbauministerin Verena Hubertz und Justizministerin Stefanie Hubig (beide SPD) haben bereits zentrale Elemente des geplanten Gebäudetyp-E-Vertrags vorgestellt. Das Justizministerium will in den kommenden Monaten einen Gesetzentwurf vorlegen, wobei der NKR als fachlicher Berater fungiert.
NKR-Präsident Lutz Goebel regt an, wo möglich Standards abzusenken oder ganz zu streichen, um bezahlbaren Wohnraum zu fördern. Im Fokus stehen dabei strenge technische Vorgaben, die die Kosten in die Höhe treiben.
Sollten die Reformen umgesetzt werden, wäre dies ein grundlegender Wandel der deutschen Bauvorschriften. Das gestufte System könnte Bauvorhaben beschleunigen und die Ausgaben im Rahmen halten. Die nächsten Schritte der Regierung werden zeigen, wie schnell die Änderungen greifen.






