18 April 2026, 18:23

Bayerns Metallbranche kämpft mit dramatischem Azubi-Schwund und Fachkräftemangel

Altes Buch mit einer detaillierten Karte von Bayern vor einem schwarzen Hintergrund, die geografische Merkmale zeigt.

Bayerns Metallbranche kämpft mit dramatischem Azubi-Schwund und Fachkräftemangel

Bayerns Metall- und Elektroindustrie verzeichnet starken Rückgang bei Ausbildungsverträgen

Im Jahr 2021 ging die Zahl der neuen Ausbildungsverträge in der bayerischen Metall- und Elektrobranche um fast 11 Prozent zurück – auf knapp 14.000. Arbeitgeber warnen, dass sich dieser Negativtrend 2024 voraussichtlich fortsetzt: Erneut wird ein Rückgang von etwa acht Prozent erwartet.

Hinter dem Schwund stehen anhaltende wirtschaftliche Herausforderungen und demografische Veränderungen. Die Arbeitgeberverbände bayme und vbm führen den Rückgang auf diese übergeordneten Trends zurück – nicht auf ein mangelndes Ausbildungsangebot. Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer beider Verbände, betonte, dass sich die Unternehmen zwar weiterhin zur Ausbildung verpflichten, aber unter externem Druck stünden.

Fast die Hälfte der befragten Betriebe gab an, Schwierigkeiten bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen zu haben. Bei 48,1 Prozent gingen zu wenige Bewerbungen ein, 49,4 Prozent monierten fehlende Qualifikationen bei den Kandidaten. Brossardt kritisierte zudem die hohen betrieblichen Kosten in Deutschland und forderte die Bundesregierung auf, geplante Reformen zügig umzusetzen.

Besonders betroffen ist die Metall- und Elektroindustrie, in der Großkonzerne wie Siemens, BMW, Audi und Airbus ansässig sind. Im Vergleich dazu verzeichnete das Handwerk nur einen leichten Rückgang. Bayernweit fiel der Rückgang mit 1,1 Prozent auf rund 85.000 Ausbildungsverträge (Stand: 30. September 2021) weniger stark aus.

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Die Zahl der Azubis in der Metall- und Elektrobranche schrumpft weiter – für dieses Jahr wird ein weiterer Rückgang um acht Prozent prognostiziert. Als Hauptgründe nennen die Unternehmen die konjunkturelle Schwäche und den demografischen Wandel. Die Entwicklung unterstreicht die anhaltenden Schwierigkeiten, den Fachkräftenachwuchs für Bayerns Industrie zu sichern.

Quelle