07 May 2026, 04:22

Berlin ehrt Margot Friedländer mit Platzbenennung vor dem Abgeordnetenhaus

Denkmal in einem Stadtplatz für Holocaust-Opfer mit einem Baum davor, einem Topfpflanze auf dem Boden, verstreuten trockenen Blättern und umliegenden Gebäuden, Fahrzeugen, Polen und Bäumen.

Berlin ehrt Margot Friedländer mit Platzbenennung vor dem Abgeordnetenhaus

Vorplatz des Berliner Abgeordnetenhauses wird nach Holocaust-Überlebender Margot Friedländer benannt

Vor dem Berliner Abgeordnetenhaus wird bald ein Platz den Namen der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer tragen. Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der die Stadt auch die Ereignisse vom 1. Mai aufarbeitet – an dem die meisten Demonstrationen zwar friedlich verliefen, es aber dennoch zu Dutzenden Festnahmen kam.

In einer feierlichen Zeremonie im Plenarsaal wird die Umbenennung offiziell vollzogen. Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) wird dabei in einer Rede Friedländers Lebenswerk würdigen. Die neue Namensplatte des Platzes wird im Anschluss an die Veranstaltung enthüllt. Die Feier im Abgeordnetenhaus beginnt um 11:00 Uhr – eine Stunde später als üblich.

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Unterdessen wird sich das Berliner Abgeordnetenhaus in seiner nächsten Sitzung mit den Maikundgebungen vom 1. Mai befassen. Zwar verliefen die meisten Versammlungen ruhig, doch leitete die Polizei rund 120 Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlicher Straftaten ein. Dazu zählten Verstöße gegen die öffentliche Ordnung, Körperverletzungen, Sachbeschädigungen, Beleidigungen und sexuelle Belästigung. Mehrere Dutzend Personen wurden vorläufig festgenommen.

Die Debatte über die Mai-Demonstrationen schließt sich an die Gedenkveranstaltung an. Die Abgeordneten werden dabei die Polizeieinsätze bewerten und mögliche Konsequenzen erörtern.

Die Umbenennungszeremonie steht für Friedländers bleibendes Vermächtnis in der Berliner Geschichte. Die Aufarbeitung des 1. Mai zeigt hingegen, wie die Stadt mit den Vorfällen umgeht, die trotz ihres begrenzten Ausmaßes zu Festnahmen und laufenden Ermittlungen führten. Beide Themen spiegeln Berlins Bemühungen wider, Erinnerungskultur und öffentliche Sicherheit in Einklang zu bringen.

Quelle