13 June 2026, 06:19

Berlin führt Mietspiegel ein: So soll er Mieter vor Wucher schützen

Mietregister soll bald beschlossen werden

Berlin führt Mietspiegel ein: So soll er Mieter vor Wucher schützen

Berliner Rot-Schwarz-Koalition plant vor der Sommerpause die Einführung eines Mietspiegels

Das Wohnsicherheitsgesetz, dessen Verabschiedung für den 2. Juli vorgesehen ist, wird diesen Mietspiegel als zentrales Element enthalten. Ziel ist es, mehr Transparenz auf dem Berliner Mietmarkt zu schaffen, auf dem 1,8 Millionen Mietverträge bestehen.

In dem Register werden wesentliche Daten zu Mietwohnungen erfasst, darunter Adresse, Wohnfläche, Zimmerzahl und Kaltmiete. Die Behörden können damit prüfen, ob die Mieten die gesetzlichen Grenzen überschreiten.

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Nach der Berliner Mietpreisbremse dürfen Neuverträge die ortsübliche Vergleichsmiete um maximal 10 % übersteigen. Liegt die Miete mehr als 20 % darüber, gilt sie als überhöht; ab 50 % und mehr wird sie als grob ausbeuterisch eingestuft. Verstöße werden als Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten geahndet.

Das System ermöglicht es den Behörden, die Einhaltung der Vorschriften zu überwachen und Vermieter zu identifizieren, die sich an Wuchermieten bereichern. Mieter, deren Miete ohne Streitigkeiten gesenkt wird, können so langwierige Rechtsstreitigkeiten vermeiden. Viele Vermieter könnten ihre Forderungen daraufhin überdenken.

Die Koalition erhofft sich von dem Mietspiegel eine Reduzierung überhöhter Mieten und eine Entlastung der Mieter von gerichtlichen Auseinandersetzungen. Zudem soll er ein klareres Bild des Berliner Mietmarkts liefern. Das Wohnsicherungsgesetz soll am 2. Juli in Kraft treten.

Quelle