Berlin plant 56.000 neue Wohnungen bis 2030 – auch am Tempelhofer Feld
José MartinBerlin plant 56.000 neue Wohnungen bis 2030 – auch am Tempelhofer Feld
Berlins landeseigene Wohnungsunternehmen planen bis 2030 eine deutliche Erweiterung ihres Bestands. Bis dahin sollen 56.000 neue Wohnungen entstehen – ein Plus von rund 14 Prozent. Der Schwerpunkt liegt dabei vor allem auf Neubauten, weniger auf dem Ankauf bestehender Immobilien.
Regierender Bürgermeister Kai Wegner zeigt sich offen für Bebauungen am Rand des Tempelhofer Felds. Dies könnte helfen, den Wohnungsbedarf zu decken, ohne die Freiflächen des Geländes stark zu beeinträchtigen.
Aktuell verwalten die sieben landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften rund 408.000 Wohnungen in Berlin. Bis 2030 soll diese Zahl auf 440.000 steigen, mit weiteren Prognosen von fast 465.000 bis 2035. Die Expansion zielt darauf ab, bezahlbaren Wohnraum für etwa 120.000 Bewohner zu schaffen.
Nach dem Tempelhofer-Feld-Gesetz müssen 200 Hektar als offene Wiesenfläche erhalten bleiben. Dennoch schlägt ein Bürgerbündnis vor, am Rand des Geländes bis zu 21.400 neue Wohnungen zu errichten. Wegner signalisiert Zustimmung zu diesem Kompromiss, der Entwicklung und Grünflächenerhalt vereint.
Obwohl Neubauten die Hauptstrategie bleiben, schließt der Bürgermeister Käufe bestehender Objekte nicht aus. Diese Flexibilität könnte den Ausbau des öffentlichen Wohnungsbestands in den kommenden Jahren beschleunigen.
Bis 2030 soll Berlins öffentlicher Wohnungsbestand auf 440.000 Wohnungen anwachsen. Mit zusätzlichen 21.400 möglichen Wohnungen am Tempelhofer Feld will die Stadt die Wohnungsnot lindern, ohne große Freiflächen zu opfern. Die Initiative soll tausenden Bürgern langfristig bezahlbaren Wohnraum bieten.






