Berliner Polizist wegen Betrugs mit gefälschtem Sportabzeichen angeklagt
José MartinBerliner Polizist wegen Betrugs mit gefälschtem Sportabzeichen angeklagt
Ein Berliner Polizist muss sich wegen eines mutmaßlichen Betrugs mit einem gefälschten Sportabzeichen vor Gericht verantworten. Der Fall hat disziplinarische Maßnahmen und strafrechtliche Ermittlungen wegen Betrugs zur Folge. Dem Beamten wird zudem vorgeworfen, mehrmals vorsätzlich Dienstunfähigkeit vorgetäuscht zu haben.
Der Polizist reichte 2020 ein gefälschtes Deutsches Sportabzeichen in Gold als Qualifikationsnachweis ein. Auf Grundlage des gefälschten Dokuments wurde er befördert und erhielt eine Gehaltserhöhung. Durch diese Täuschung entstanden der Berliner Polizei nach Angaben Kosten in Höhe von etwa 7.700 Euro.
In weiteren Vorfällen gab der Beamte im Jahr 2020 wiederholt an, dienstunfähig zu sein. Spätere Untersuchungen ergaben jedoch, dass er seinen Dienst hätte antreten können. Diese falschen Angaben führten zu zusätzlichen unrechtmäßigen Zahlungen, wodurch sich der geschätzte Gesamtschaden für die Polizei bis Mai 2026 auf rund 11.600 Euro beläuft.
Die Staatsanwaltschaft fordert nun die Rückzahlung von insgesamt etwa 19.300 Euro, um sowohl die durch die Beförderung entstandenen unrechtmäßigen Leistungen als auch die falschen Dienstunfähigkeitsmeldungen auszugleichen. Der Polizist soll vor dem Amtsgericht Tiergarten vor Gericht stehen. Die Berliner Polizei hat zudem interne Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet.
Ihm droht ein Prozess wegen Betrugs im Zusammenhang mit dem gefälschten Abzeichen und den vorgetäuschten Dienstunfähigkeiten. Bei einer Verurteilung könnte er zur Rückzahlung der gesamten unrechtmäßig erhaltenen Summe verpflichtet werden. Der Fall unterstreicht die finanziellen und reputativen Risiken von Fehlverhalten innerhalb der Behörde.






