Bonn kämpft gegen steigende Unfälle mit Radfahrern, E-Bikes und Motorrädern
Nikolaus FreudenbergerBonn kämpft gegen steigende Unfälle mit Radfahrern, E-Bikes und Motorrädern
In Bonn hat die Zahl der Verkehrsunfälle mit Fahrradfahrern, E-Bike-Nutzern und motorisierten Zweiradfahrern zugenommen. Allein im Jahr 2025 waren 851 Radfahrer und E-Bike-Fahrer in solche Vorfälle verwickelt, hinzu kamen 229 Motorrad- und 129 E-Scooter-Unfälle. Die Polizei hat nun ihre Maßnahmen verschärft, um das Problem in den Griff zu bekommen.
Als eine der Hauptursachen für diese Unfälle wurde Ablenkung am Steuer identifiziert. Viele Autofahrer nutzten während der Fahrt ihr Smartphone oder trugen Kopfhörer. Ein weiteres häufiges Problem waren Abbiegeunfälle, bei denen Fahrer Radfahrer in ihrem Fahrweg oft übersehen hatten.
Auch überhöhte Geschwindigkeit, Alkohol am Steuer sowie schlechte Sichtbarkeit durch fehlende Beleuchtung oder Schutzkleidung erhöhten die Risiken. Um dem entgegenzuwirken, kontrollierte die Bonner Polizei über 2.700 Fahrzeuge in der Nähe von Schulen. Dabei wurden 125 Fahrer mit überhöhter Geschwindigkeit erwischt.
Doch die Kontrollen blieben nicht darauf beschränkt: Bei einer jüngsten Aktion wurden mehr als 200 Radfahrer wegen Verkehrsverstößen belangt, ebenso wie 141 weitere Verkehrsteilnehmer. Präventivmaßnahmen umfassten Fahrradsicherheitstrainings an sieben örtlichen Grundschulen.
Die Zahlen verdeutlichen die anhaltenden Gefahren für besonders schutzbedürftige Verkehrsteilnehmer in Bonn. Mit Maßnahmen wie Geschwindigkeitskontrollen und Schulungen an Schulen will die Polizei die Unfallzahlen senken und die Sicherheit erhöhen. Weitere Überwachungs- und Aufklärungskampagnen sollen folgen.






