29 April 2026, 16:35

Braunschweigs Gefängnis Rennelberg wird zum lebendigen Stadtviertel der Zukunft

Ausführlicher architektonischer Plan des Anemas-Gefängnisses mit Räumen, Gängen, Fenstern und Türen sowie begleitendem erklärendem Text.

Braunschweigs Gefängnis Rennelberg wird zum lebendigen Stadtviertel der Zukunft

Die Stadt Braunschweig plant, das ehemalige Gefängnis Rennelberg und sein Umfeld in ein neues Stadtviertel zu verwandeln. Studierende des Instituts für Städtebau der TU Braunschweig haben nun ihre Visionen für die Zukunft des Geländes präsentiert. Ihre Vorschläge umfassen Parks, öffentliche Räume und kreative Zentren – doch die Umsetzung hängt vom noch laufenden Verkauf des Areals ab.

Das Projekt startete Ende 2018, als der Verwaltungsausschuss der Stadt einen Beschluss fasste, einen Bebauungsplan für das Rennelberg-Gelände zu erarbeiten. Seitdem arbeiten Studierende der TU Braunschweig an der Neugestaltung des Gebiets; ihre Entwürfe sind bis zum 20. Mai im Foyer des historischen Rathauses im zweiten Obergeschoss zu sehen.

Drei Entwürfe stachen im Wettbewerb besonders hervor. Franziska Heininger und Johannes Quirin erhielten den ersten Preis für Von Mauern zu Gemeinschaft – ein Konzept, das die Gefängnisbarrieren durch ein offenes Wohnviertel ersetzt. Ihr Entwurf sieht einen zentralen Platz vor, der als kreativer Campus genutzt werden soll. Adriana Gens und Mareike Meier gewannen den zweiten Preis mit Gefängnis Rennelberg: Wenn Barrieren fallen, das sich auf die Öffnung des Geländes und die Anlage eines "Klimawald"-Parks konzentriert. Sarah Suttner López und Robert Sievert erreichten den dritten Platz mit Nachbarschaft statt Gefängnis und schlagen eine neue Rennelbergtwete-Straße sowie einen Rennelbergplatz vor, während bestehende Gebäude erhalten bleiben und schrittweises Wachstum gefördert wird.

Bevor die Umgestaltung beginnen kann, muss die Stadt jedoch zunächst den Verkauf des Gefängnisgeländes abschließen. Bis dahin übernimmt die ehemalige Anlage für kurze Zeit eine neue Rolle: Im Juni wird sie als Veranstaltungsort für das Theaterformen-Festival dienen und so eine temporäre kulturelle Nutzung ermöglichen, während die langfristigen Pläne voranschreiten.

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Die studentischen Entwürfe geben einen Ausblick darauf, wie sich das Rennelberg-Areal zu einem lebendigen Teil Braunschweigs entwickeln könnte. Derweil wartet die Stadt auf das Ergebnis des Verkaufsverfahrens, bevor es weitergeht. Sobald die Entscheidungen gefallen sind, könnte die Verwandlung des abgeschotteten Gefängnisses in ein offenes Stadtviertel beginnen.

Quelle