Bundeswehr-Reform: Höhere Altersgrenze und mehr Rechte für Reservisten geplant
Fatima TrubinBundeswehr-Reform: Höhere Altersgrenze und mehr Rechte für Reservisten geplant
Bundeswehrminister will Reserve reformieren – höhere Altersgrenze und weniger Hürden für Reservisten
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius bereitet eine grundlegende Reform der Reservekräfte der Bundeswehr vor. Am Mittwoch wird er eine neue Strategie vorstellen, mit der Reservisten künftig effektiver eingesetzt werden sollen. Zu den Plänen gehören eine Anhebung der Altersgrenze sowie die Abschaffung des Vetorechts von Arbeitgebern bei Einberufungen.
Laut den geplanten Änderungen steigt das Höchstalter für Reservisten von 65 auf 70 Jahre. Begründet wird dies damit, dass Menschen heute länger fit bleiben und ältere Reservisten somit eine wertvolle Ressource darstellen. Zudem will die Bundesregierung verhindern, dass Arbeitgeber die Einberufung von Reservisten blockieren – das bisher geltende Prinzip der freiwilligen Freistellung entfällt.
Künftig soll jährlich im Voraus festgelegt werden, wie viele Reservisten für Übungen benötigt werden. Ziel ist es, ihnen eine angemessene Ausstattung und sinnvolle Ausbildung zu garantieren. Erfahrene Reservisten mit zivilberuflichen Fähigkeiten dürfen dabei nicht vernachlässigt werden.
Das Reservistenstärkungsgesetz soll noch in diesem Sommer eingebracht werden. Neben der Anhebung der Altersgrenze liegt der Fokus der Reform auf besseren Rahmenbedingungen – sowohl für junge Rekruten als auch für ältere Reservisten.
Die neue Strategie räumt Hindernisse aus, die bisher die Teilnahme von Reservisten einschränkten. Arbeitgeber verlieren ihr Widerspruchsrecht bei Einberufungen, und ältere Reservisten bleiben länger im Dienst. Die Änderungen sollen eine zuverlässigere und leistungsfähigere Reserve für die Verteidigung Deutschlands schaffen.






