10 June 2026, 10:20

Dehoga-Chef Schimke warnt vor höheren Kosten durch Arbeitsmarktreformen

Vor Spitzentreffen im Kanzleramt: Dehoga-Chef warnt vor Klassenkampf und fordert neues Arbeitszeitgesetz

Dehoga-Chef Schimke warnt vor höheren Kosten durch Arbeitsmarktreformen

Ingo Schimke, der Chef des Dehoga-Gastgewerbeverbands, hat Bedenken gegenüber jüngsten Vorschlägen auf dem Arbeitsmarkt geäußert. Er warnt davor, dass einige Maßnahmen die Kosten und den bürokratischen Aufwand für Unternehmen in ganz Deutschland erhöhen könnten.

Schimke kritisierte den Vorstoß von DGB-Chefin Yasmin Fahimi, betriebliche Altersvorsorge verpflichtend einzuführen. Er argumentierte, solche Modelle würden weder das Wachstum fördern noch die Jobchancen verbessern. Stattdessen würden sie Unternehmen mit unnötigem Verwaltungsaufwand belasten.

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Er betonte zudem, dass Pragmatismus statt Klassenkampf notwendig sei, um stabile Beschäftigung und wirtschaftliche Stärke zu sichern. Selbst Gewerkschaften, so Schimke, seien auf eine florierende Wirtschaft und verlässliche Arbeitsplätze angewiesen.

Die Zeit für Handlungsmöglichkeiten werde knapp, warnte Schimke. Er forderte die Politik auf, schnell zu agieren, und verwies auf die Dringlichkeit von Reformen wie dem geplanten Arbeitszeitgesetz. Der Verband setzt nun auf einen Krisengipfel im Kanzleramt, um Lösungen zu finden.

Schimke hofft, dass bei dem Gipfel vor der Sommerpause eine klare Entscheidung über die reguläre Wochenarbeitszeit fällt. Er erwartet von den Koalitionsspitzen, die vereinbarten Reformen ohne Verzögerung umzusetzen. Die Gastgewerbebranche sieht in den Plänen, die Arbeitskosten zu erhöhen, erhebliche Risiken. Schimke befürchtet, dass verpflichtende Altersvorsorge und ähnliche Vorhaben die Betriebe belasten könnten. Eine Entscheidung über die Arbeitszeitregelungen bleibt für die Branche vorrangig.

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