Dehoga warnt vor Jobverlusten durch Warkens Reformpläne in der Gastronomie
Nikolaus FreudenbergerDehoga warnt vor Jobverlusten durch Warkens Reformpläne in der Gastronomie
Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) warnt vor Jobverlusten durch die Reformpläne von Gesundheitsministerin Nina Warken. Geschäftsführerin Jana Schimke äußerte Bedenken hinsichtlich steigender Kosten und Bürokratie für Arbeitgeber in der Gastronomiebranche.
Laut den geplanten Reformen würde der Sozialversicherungsbeitrag für Minijobs im Gesundheits- und Pflegebereich von 13 auf 21 Prozent steigen. Schimke kritisierte die Vorhaben scharf: Arbeitgeber müssten nicht nur höhere Krankenversicherungsbeiträge zahlen, sondern zusätzlich einen Zuschlag für Minijobber leisten.
Gewerkschaftliche Sorgen, das neue Arbeitszeitgesetz könnte zu 13-Stunden-Arbeitstagen führen, wies sie als unbegründet zurück. Stattdessen betonte Schimke die Notwendigkeit mutiger Reformen und einer besseren Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft.
Neben den Kostendruck thematisierte sie auch die Belastung für die Sozialpartnerschaft und die Beziehungen zu den Gewerkschaften. Schimke warnte: Wer seine Mitarbeiter schlecht behandle, werde sie sofort verlieren. Ihre Forderungen umfassen Bürokratieabbau, Steuersenkungen und die Reduzierung von Abgaben, um die Gastronomie zu entlasten.
Die Warnungen des Verbands kommen zu einer Zeit, in der die Branche durch die Reformen mit möglichen Arbeitsplatzverlusten konfrontiert ist. Schimkes Appelle für Entlastungen bei den Lohnkosten und weniger Bürokratie zielen darauf ab, Arbeitgeber und Beschäftigte zu schützen. Die Vorschläge werden derzeit mit Politik und Gewerkschaften diskutiert.






