Deutsche Bahn fordert 13 Milliarden – sonst droht das Pünktlichkeits-Chaos bis 2030
José MartinDeutsche Bahn fordert 13 Milliarden – sonst droht das Pünktlichkeits-Chaos bis 2030
Die Deutsche Bahn drängt auf eine massive Aufstockung der Mittel, um ihr marodes Schienennetz zu sanieren. Wie die Konzernchefin Evelyn Palla warnt, wird das Unternehmen ohne Milliardeninvestitionen die von der Bundesregierung gesetzten Pünktlichkeitsziele verfehlen.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder strebt an, dass bis 2029 mindestens 70 Prozent der Züge pünktlich ankommen. Doch interne Unterlagen belegen: Ohne sofortige Maßnahmen wird die Deutsche Bahn dieses Ziel klar verpassen. Die aktuellen Finanzierungspläne reichen laut eigenen Prognosen des Konzerns bei Weitem nicht aus. Sollten keine zusätzlichen Mittel fließen, könnte die Pünktlichkeitsquote bis 2030 sogar unter 60 Prozent fallen – und damit deutlich hinter Schnieders 70-Prozent-Marke zurückbleiben.
Aus internen Papieren geht hervor, dass bis 2030 weitere 13 Milliarden Euro benötigt werden. Nur mit dieser Summe ließe sich das 70-Prozent-Ziel erreichen. Fehlt das Geld, wird sich der Zustand des Netzes weiter verschlechtern, so die Warnung.
Palla macht unmissverständlich klar: Ohne zusätzliche Mittel geht es nicht. Selbst wenn der Bund die aktuellen Investitionen lediglich fortschreibt, könnte sich die Pünktlichkeit immerhin um fünf Prozentpunkte verbessern. Das würde auch helfen, weitere zentrale Vorhaben der Bahnagenda umzusetzen.
Die dringende Mahnung kommt zu einer Zeit, in der die Deutsche Bahn wegen ständiger Verspätungen und Zugausfälle zunehmend in der Kritik steht. Schnieders Ziel sollte eigentlich das Vertrauen in die Bahn stärken. Doch ohne Extra-Gelder, so das Unternehmen, seien die versprochenen Fortschritte nicht zu schaffen.
Mit der Forderung nach 13 Milliarden Euro unterstreicht die Deutsche Bahn das Ausmaß der bevorstehenden Herausforderungen. Die Mittel sollen in Reparaturen und Modernisierungen fließen, um die Pünktlichkeit zu steigern. Fehlen sie, müssen sich Fahrgäste in den kommenden Jahren auf noch größere Verspätungen einstellen.






