29 June 2026, 12:37

Deutschlands WM-Start: Hoffnungsträger Undav und Nagelsmanns taktische Zweifel

Keine Ausreden dieses Mal

Deutschlands WM-Start: Hoffnungsträger Undav und Nagelsmanns taktische Zweifel

Deutschlands WM-Auftakt: Zwischen Hoffnung und Sorgen

Die deutsche Nationalmannschaft zeigt bei der Weltmeisterschaft eine Mischung aus vielversprechenden Ansätzen und besorgniserregenden Schwächen. Zwar gelang ein 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste, doch die anschließende 1:2-Niederlage gegen Ecuador offenbarten deutliche Defizite im Spielaufbau.

Die Einwechselspieler Deniz Undav und Nadiem Amiri waren gegen die Elfenbeinküste entscheidend – ihr Einsatz unterstrich den Wert frischer Kräfte und taktischer Anpassungen. Die Niederlage gegen Ecuador hingegen legte schonungslos offen, wie anfällig die Mannschaft gegen aggressives Pressing und taktisch disziplinierte Gegner ist.

Besonders die Defensive wirkt brüchig, allen voran Torhüter Manuel Neuer. Im Angriff, der mit ähnlichen Spielertypen besetzt ist, fehlt es oft an Kreativität, wenn der gegnerische Mittelfeldblock kompakt steht. Julian Nagelsmann räumte diese Schwächen vor dem K.-o.-Spiel gegen Paraguay ein und betonte, das Spiel früher eröffnen zu müssen, um riskante Eins-gegen-Eins-Duelle zu vermeiden.

Trotz der beeindruckenden Qualifikationssiege Paraguays gegen Brasilien und Argentinien gab sich Rudi Völler vor der Partie gelassen. Nathaniel Brown und Deniz Undav stechen durch ihre Explosivität und Dynamik heraus – Lichtblicke in einer ansonsten wechselhaften Turnierleistung.

Der DFB hatte sich für die WM 2026 einen reibungsloseren Verlauf erhofft, mit Fokus allein auf den Sport. Doch die defensive Anfälligkeit und das berechenbare Offensivspiel deuten auf tiefere strukturelle Probleme hin. Sowohl die Öffentlichkeit als auch der Verband könnten die Dimension dieser Schwächen in den letzten Jahren unterschätzt haben.

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