DGB fordert betriebliche Altersvorsorge für alle Beschäftigten – Arbeitgeber sollen zahlen
Nada BlochDGB fordert betriebliche Altersvorsorge für alle Beschäftigten – Arbeitgeber sollen zahlen
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) setzt sich für eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein. DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi argumentiert, dass Arbeitgeber einen Teil der Kosten tragen müssten, statt die volle Last den Beschäftigten aufzubürden. Mit dem Vorstoß sollen Millionen Menschen erfasst werden, die derzeit keine betriebliche Rente haben.
Rund 20 Millionen Beschäftigte in Deutschland verfügen über keine betriebliche Altersvorsorge. Die meisten arbeiten in Unternehmen, die nicht an Tarifverträge gebunden sind. Fahimi fordert, dass diese Arbeitnehmer in bestehende Systeme einbezogen werden – und zwar unter vereinfachten Bedingungen.
Der DGB besteht darauf, dass betriebliche Renten als Zusatzversorgung ausgestaltet und teilweise von den Arbeitgebern finanziert werden. Fahimi verweist darauf, dass in vielen europäischen Ländern bereits Beiträge von 20 Prozent oder mehr vorgeschrieben seien, wobei Arbeitgeber oft den größeren Anteil übernähmen. Im Vergleich dazu hält sie die vorgeschlagenen Sätze für angemessen.
Die Gewerkschaft ist bereit, Tarifverhandlungen zu führen, um das Vorhaben umzusetzen. Allerdings rechnet Fahimi mit Widerstand, angesichts der aktuellen finanziellen und wirtschaftlichen Belastungen. Detaillierte Vorschläge sollen bis Ende des Monats vorgelegt werden.
Würde der Plan umgesetzt, erhielten Millionen bisher unversorgte Beschäftigte Anspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge. Arbeitgeber würden sich dann gemeinsam mit den Arbeitnehmern an den Beiträgen beteiligen und so die individuelle finanzielle Belastung verringern. Die offiziellen Vorschläge des DGB werden in den kommenden Wochen veröffentlicht.






