"Die Axt" Uli Borowka packt in Salzgitter über Alkoholsucht und Fußballkarriere aus
Nada Bloch"Die Axt" Uli Borowka packt in Salzgitter über Alkoholsucht und Fußballkarriere aus
Ehemaliger Bundesliga-Profi Uli Borowka, genannt „Die Axt“, zu Besuch in Salzgitter
Der frühere Bundesliga-Fußballer Uli Borowka, der wegen seiner harten Spielweise den Spitznamen „Die Axt“ trägt, besuchte kürzlich eine Schule in Salzgitter, um über seinen Kampf gegen Alkoholsucht zu sprechen. Vor den Schülerinnen und Schülern berichtete er offen, wie seine Abhängigkeit sein Leben, seine Familie und seine Karriere geprägt hat. Die Veranstaltung sollte für die Gefahren von Suchterkrankungen sensibilisieren und die Bedeutung von frühzeitiger Hilfe verdeutlichen.
Borowka begann mit Lesungen aus seinem Buch „Vollgas: Mein Doppelleben als Fußballprofi“, in dem er schildert, wie sich seine Sucht während seiner aktiven Zeit entwickelte und welche Belastung sie für seine Beziehungen darstellte. Die Jugendlichen hörten gespannt zu, als er seinen Weg in die Abstinenz und die Rückschläge unterwegs beschrieb.
Nach dem Vortrag standen viele Schüler Schlange, um Selfies zu machen und Autogramme zu erhalten – begeistert von der Begegnung mit dem ehemaligen Verteidiger. Sie stellten Fragen zu seiner Fußballkarriere, seinen Erfahrungen mit der Sucht und dazu, wie er heute sein Leben als Vater meistert. Borowka betonte dabei auch, wie wichtig gesunde Strategien im Umgang mit Stress seien, und riet den Jugendlichen, seine Fehler nicht zu wiederholen.
Die Veranstaltung wurde mit finanzieller Unterstützung der BKK Salzgitter und der BKK Public organisiert. Lehrkräfte und Schüler äußerten im Anschluss den Wunsch, das Programm künftig auch für neunte und zehnte Klassen anzubieten. Als Anlaufstellen für Betroffene wurden lokale Hilfsangebote wie die AWO-Salto Suchthilfe vorgestellt.
Borowkas Besuch hinterließ bei den Jugendlichen einen starken Eindruck – viele lobten seine Ehrlichkeit und seinen Durchhaltewillen. Die Aktion klärte nicht nur über Suchtgefahren auf, sondern vermittelte den Schülerinnen und Schülern auch konkrete Hilfsangebote vor Ort. Die Organisatoren planen nun, die Initiative in den kommenden Jahren auszuweiten, um noch mehr Jugendliche zu erreichen.






