23 May 2026, 02:33

Dobrindt lehnt Warnungen vor AfD-Machtgriff als "abwegige Spekulationen" ab

Innerminister Dobrindt: Warnungen vor AfD-Putsch sind Schreckschuss

Dobrindt lehnt Warnungen vor AfD-Machtgriff als "abwegige Spekulationen" ab

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat Warnungen vor einem möglichen Machtgriff der rechtspopulistischen Partei Alternative für Deutschland (AfD) zurückgewiesen. Seine Äußerungen folgen auf die Bedenken des Thüringer Innenministers Georg Maier (SPD), der nach einer jüngsten Ankündigung der AfD in Sachsen-Anhalt vor einem möglichen „Putsch“ warnte. Dobrindt kritisierte solche „abwegigen Spekulationen“ und „Untergangsszenarien“ über die Absichten der Partei.

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Auslöser der Debatte war die Ankündigung des AfD-Spitzenkandidaten in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, bis zu 150 bis 200 Stellen in der Landesverwaltung durch eigene Kräfte ersetzen zu wollen, falls die Partei die anstehende Wahl gewinnt. Maier warnte daraufhin, ein solcher Schritt könnte die regionale Regierungsfähigkeit destabilisieren.

Dobrindt hinterfragte den Nutzen solcher Prognosen. Er verwies darauf, dass die Wahl erst im September stattfinde und damit ausreichend Zeit für „vernünftige politische Entscheidungen“ bleibe. Zudem lehnte er Forderungen nach Schutzmaßnahmen ab, um zu verhindern, dass sensible Sicherheitsinformationen an AfD-Vertreter gelangen. Stattdessen betonte er, dass präventive politische Lösungen wirksamer seien.

Obwohl Dobrindt laufende Desinformations- und Einflusskampagnen in sozialen Medien – auch durch ausländische Akteure – einräumte, erklärte er, es gebe keine Hinweise auf ernsthafte ausländische Einmischung in die Landtagswahlen. Zudem sei vor der Abstimmung kein spürbarer Anstieg solcher Aktivitäten festgestellt worden.

Dobrindts Aussagen relativieren die unmittelbaren Bedenken über die Pläne der AfD in Sachsen-Anhalt. Der Minister setzt weiterhin auf politische Lösungen statt auf vorsorgliche Beschränkungen. Die für September anstehende Wahl wird zeigen, ob die von der Partei angestrebten Verwaltungsreformen umgesetzt werden.

Quelle