Düsseldorf verzichtet auf Opern-Neubau und saniert stattdessen das alte Haus
Nikolaus FreudenbergerDüsseldorf verzichtet auf Opern-Neubau und saniert stattdessen das alte Haus
Düsseldorf hat die Pläne für ein neues Opernhaus fallen gelassen und setzt stattdessen auf die Sanierung des bestehenden Nachkriegsgebäudes. Die Entscheidung fällt nach jahrelangen Debatten über die Kosten und die angespannte Haushaltslage der Stadt.
Ende 2021 hatte der Stadtrat noch das Projekt „Opernhaus der Zukunft“ mit zunächst veranschlagten 716 Millionen Euro genehmigt. Später stieg die Bausumme auf eine Milliarde Euro – über 50 Jahre hätten sich die Gesamtkosten inklusive Finanzierung auf rund 1,8 Milliarden Euro belaufen.
Eine umfassende Sanierung des aktuellen Gebäudes war 2021 noch verworfen worden. Angesichts steigender Ausgaben und anderer großer Vorhaben wie Schulneubauten und einer Brücke begründen die Stadtverantwortlichen die Kehrtwende nun mit „aktuellen Haushaltszwängen“. Die Vorstellungen der Deutschen Oper am Rhein werden während der Bauarbeiten wie gewohnt stattfinden.
Bürgermeister Stephan Keller bezeichnete die Entscheidung als schwierig. Statt eines Neubaus wird das historische Opernhaus nun modernisiert – ein deutlicher Bruch mit der ursprünglichen Vision.
Die Sanierung vermeidet die höheren Kosten eines kompletten Neubaus. Die Stadt konzentriert sich nun auf die Aufwertung der bestehenden Struktur, während gleichzeitig andere Infrastrukturprojekte vorangetrieben werden. Während der Arbeiten sind keine Einschränkungen im Spielbetrieb der Oper zu erwarten.






