01 May 2026, 04:26

Edenhofer warnt: Neue Ölheizungen gefährden Klimaziele und Wohlstand

Tortendiagramm, das den globalen erneuerbaren Energieverbrauch im Jahr 2008 zeigt, unterteilt in Abschnitte für fossile Brennstoffe, Kernenergie, Wasserkraft, Warmwasserheizung, Biomasse, Solarenergie, Geothermie und Biokraftstoffe.

Edenhofer warnt: Neue Ölheizungen gefährden Klimaziele und Wohlstand

Ökonom Ottmar Edenhofer warnt vor voreiligem Einbau neuer Öl- und Gasheizungen in Deutschland. Er betonte, Klimapolitik dürfe nicht als Luxusproblem wahrgenommen werden, sondern sei entscheidend für langfristige Sicherheit und den Erhalt von Wohlstand. Seine Äußerungen erfolgen nach einer Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz, der betont hatte, Klimaschutz dürfe die industrielle Wettbewerbsfähigkeit des Landes nicht gefährden.

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Edenhofer kritisierte die Vorstellung, Klimaschutz belaste Haushalte und Unternehmen übermäßig. Zwar räumte er ein, dass viele Hauseigentümer sich teure Sanierungen für den Umstieg auf Wärmepumpen schlicht nicht leisten könnten. Doch warnte er davor, kurzfristige Krisen über die Notwendigkeit langfristiger Lösungen im Klimaschutz zu stellen.

Als konkrete Maßnahme schlug er vor, die Stromsteuer zu senken, um Wärmepumpen attraktiver zu machen. Zudem regte er eine Abgabe auf neue fossile Heizsysteme an. Dies würde, so Edenhofer, den Umstieg auf saubere Alternativen fördern, ohne die finanzielle Last allein auf die Verbraucher abzuwälzen.

Der Ökonom verteidigte zudem bestehende Förderprogramme. Diese sollten zwar beibehalten, aber stärker auf die Erleichterung des Übergangs zu klimafreundlichen Heizsystemen ausgerichtet werden. Um die Kosten auszugleichen, schlug er die Einführung einer Klimadividende für Haushalte vor.

Edenhofer machte deutlich, dass die Regierung Versäumnisse in der Industriepolitik nicht der Klimapolitik anlasten dürfe. Stattdessen forderte er die Politik auf, Klimaschutz als unverzichtbaren Schritt für zukünftige Stabilität zu begreifen.

Seine Vorschläge zielen darauf ab, Bezahlbarkeit und Klimaziele in Einklang zu bringen. Eine niedrigere Stromsteuer und gezielte Abgaben könnten Haushalte schrittweise von Öl- und Gasheizungen wegführen. Edenhofers Warnungen unterstreichen die Dringlichkeit von Politiken, die sowohl akute Herausforderungen als auch langfristige Umweltrisiken angehen.

Quelle