09 May 2026, 16:19

Energiekrise trifft Zoos: Wie Tierparks mit Solarstrom und Biomasse kämpfen

Ein detailliertes Miniaturmodell eines Zoos mit Besuchern, umgeben von Bäumen, Häusern, Pflanzen, Gras und einem Zaun, vor einer Hintergrundwand mit Text unten.

Energiekrise trifft Zoos: Wie Tierparks mit Solarstrom und Biomasse kämpfen

Deutsche Zoos und Wildparks kämpfen mit steigenden Energiekosten

Zoos und Wildparks in ganz Deutschland sehen sich zunehmend finanziellen Belastungen gegenüber, da die Energiepreise steigen. Einige Einrichtungen haben bereits Kosten gespart, indem sie Tiere in andere Zoos abgegeben oder Arten mit hohem Wärmebedarf aus ihrem Bestand genommen haben. Andere setzen auf erneuerbare Energien, um die Last zu verringern.

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Der Zoo Braunschweig hat bisher darauf verzichtet, seinen Tierbestand zu reduzieren – trotz steigender Ausgaben. Stattdessen baut die Einrichtung ihre Kapazitäten für grüne Energie aus. Eine bestehende 80-kW-Photovoltaikanlage hilft bereits, die Kosten zu senken. Nun sind Pläne im Gange, weitere 12 kW Solarstrom hinzuzufügen. Zudem soll ein 10-kW-Batteriespeicher installiert werden, um überschüssige Energie zu speichern.

Das Artenschutzzentrum Grasleben verfolgt einen ähnlichen Ansatz und hat Photovoltaikmodule installiert, um den hohen Energiebedarf von Tieren in beheizten Gehegen auszugleichen. Der Wildpark Essehof hingegen nutzt eine Biomasseheizung und hält seine Energiekosten so auf 6 bis 8 Prozent der Gesamtausgaben. Der Wildpark Stöckheim gibt sogar noch weniger aus – hier schlagen die Energiekosten nur mit 2,5 Prozent des Budgets zu Buche.

Für manche Einrichtungen bedeuten die Einsparungen jedoch schwierige Entscheidungen. Mehrere Parks haben bereits Tiere abgegeben oder darauf verzichtet, Arten zu halten, die viel Wärme benötigen.

Der Umstieg auf erneuerbare Energien ermöglicht es einigen Zoos, die steigenden Kosten zu bewältigen, ohne den Tierbestand zu verringern. Solarstrom, Batteriespeicher und Biomasseanlagen sind mittlerweile zentrale Instrumente, um die Ausgaben im Griff zu behalten. Doch für kleinere Parks bleibt der finanzielle Druck eine Herausforderung.

Quelle