EU-Pläne treiben Mietwagenpreise in die Höhe – Sixt warnt vor Elektrifizierungs-Kosten
José MartinEU-Pläne treiben Mietwagenpreise in die Höhe – Sixt warnt vor Elektrifizierungs-Kosten
Mietwagenpreise steigen: EU verschärft Elektrifizierungsvorschriften für gewerbliche Flotten
Konstantin Sixt, Vorstandsvorsitzender des Autovermieters Sixt, warnt vor steigenden Kosten und logistischen Hürden für Unternehmen in ganz Europa, da die EU strengere Vorgaben zur Elektrifizierung gewerblicher Fahrzeugflotten vorantreibt. Die Änderungen sind Teil eines umfassenderen EU-Plans zur Reduzierung der Emissionen im Straßenverkehr.
Das "Automotive Package" der Europäischen Kommission, das Ende 2025 vorgestellt wurde, befindet sich derzeit in Verhandlung. Es sieht einen deutlichen Anstieg von Fahrzeugen mit niedrigen oder keinen Emissionen in gewerblichen Flotten vor. Laut dem Entwurf muss Deutschland sicherstellen, dass bis 2030 bereits 83 Prozent seiner Flotte diese Standards erfüllt – bis 2035 sollen es 95 Prozent sein.
Sixt kritisiert die Pläne als "Hintertür-Verbot für Verbrennungsmotoren". Das Unternehmen argumentiert, dass die Vorgaben Unternehmen zwingen werden, große Teile ihrer Flotten zu schnell auszutauschen. Höhere Fahrzeugkosten, eine unzureichende Ladeinfrastruktur und Lieferkettenengpässe dürften die Mietpreise in die Höhe treiben.
Ein weiteres großes Problem ist Europas Abhängigkeit von der chinesischen Batterieproduktion. Sixt warnt, dass die steigende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen die Importabhängigkeit vertiefen werde – mit Folgen für die Versorgungssicherheit und die Kosten. Konkrete Preisanpassungen hat das Unternehmen zwar noch nicht genannt, doch Kunden müssen sich in den kommenden Jahren auf spürbare Auswirkungen einstellen.
Ziel der EU-Elektrifizierungsoffensive ist es, die Emissionen im gewerblichen Transport zu senken. Für Verleiher wie Sixt bedeutet der Wandel jedoch höhere Ausgaben und operative Herausforderungen. Während die Regulierung noch verhandelt wird, bereiten sich Unternehmen auf einen Umbruch vor, der die Branche im nächsten Jahrzehnt grundlegend verändern könnte.






