FLAF-Entlastung 2028: Arbeitgeber zahlen einen Prozentpunkt weniger – Länder springen ein
Nada BlochFLAF-Entlastung 2028: Arbeitgeber zahlen einen Prozentpunkt weniger – Länder springen ein
Bund und Länder einig: Arbeitgeberbeiträge zum Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) sinken ab 2028 um einen Prozentpunkt
Die Bundesregierung und die 16 Bundesländer haben sich darauf verständigt, die Arbeitgeberbeiträge zum Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) ab 2028 um einen Prozentpunkt zu senken. Damit ist ein langjähriger Streit über die Finanzierung dieser Entlastung beigelegt – die Länder beteiligen sich nun anteilig an den Kosten.
Ursprünglich hatte der Bund vorgeschlagen, die Senkung der Lohnnebenkosten durch eine Anpassung der Länderanteile an den Steuereinnahmen auszugleichen. Dieser Plan stieß bei den Länderchefs jedoch auf massive Ablehnung, woraufhin die Verhandlungen ins Stocken gerieten. Erst ein Kompromiss brachte die Lösung.
Die Einigung schließt eine Finanzierungslücke von 600 Millionen Euro im FLAF. Davon übernehmen die Länder 200 Millionen Euro, der Rest wird aus anderen Quellen gedeckt – darunter Mittel aus dem EU-Aufbaufonds Resilience and Recovery Facility, deren Einsatz die Länder zuvor vom Bund gefordert hatten.
Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) bestätigte den Länderanteil in Höhe eines Drittels. Anton Mattle (ÖVP), Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz, begrüßte das Ergebnis, gab aber keine weiteren Details bekannt. Später bestätigte SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer, dass sich sowohl Länder als auch Gemeinden an der Finanzierung beteiligen werden.
Die finanzielle Beteiligung der Länder ist jedoch nur bis 2028 befristet. Eine umfassende Überprüfung soll im Rahmen der Verhandlungen für den neuen Länderfinanzausgleich ab 2029 erfolgen.
Kernpunkte der Vereinbarung: Die Arbeitgeberbeiträge zum FLAF sinken ab 2028 um einen Prozentpunkt. Die Länder übernehmen 200 Millionen Euro der 600-Millionen-Lücke, der Rest wird durch EU-Gelder und andere Quellen gedeckt. Die Regelung ist vorläufig – weitere Gespräche sind für 2029 geplant.






