Fußballturnier in München ehrt Opfer des rechtsterroristischen Anschlags von 2016
José MartinFußballturnier in München ehrt Opfer des rechtsterroristischen Anschlags von 2016
Fußballturnier am 6. Juni ehrte die Opfer des Münchner Anschlags von 2016
Organisiert von Hasan Leyla und der Initiative „München erinnert“, brachte das Turnier Teams zusammen, um der Opfer zu gedenken. Gleichzeitig sollte es das Bewusstsein für die anstehende Gedenkveranstaltung zum zehnten Jahrestag im Juli 2026 schärfen.
Der Anschlag, zunächst als Amoklauf bezeichnet, wurde später als rechtsterroristische Tat anerkannt. An jenem Tag verloren zehn Menschen ihr Leben: Armela Segashi, Can Leyla, Dijamant Zabërgja, Guiliano Kollmann, Hüseyin Dayıcık, Roberto Rafael, Sabine S., Selçuk Kılıç und Sevda Dağ.
Hasan Leyla setzt sich seit Langem gegen die fälschliche Einstufung des Anschlags als private Rachetat ein. Über „München erinnert“ kämpft er für die angemessene Anerkennung der politischen und extremistischen Hintergründe. Das Fußballturnier dient dabei sowohl als Ehrung der Opfer als auch als Mahnung für Gerechtigkeit.
Guiliano Kollmann, einer der Getöteten, war ein leidenschaftlicher Fußballer. Sein ehemaliges Team gewann das erste Turnier zu seinem Gedenken – ein berührender Moment. In diesem Jahr siegte das Team „OEZ erinnert“, das alle Opfer repräsentiert.
Jenseits des sportlichen Wettbewerbs bot der Tag Angehörigen und Unterstützern einen Raum zum Innehalten. Die Organisatoren hoffen, dass das Turnier die öffentliche Unterstützung für die Gedenkfeiern 2026 stärkt und die Geschichten der Opfer im Diskurs über rechtsextreme Gewalt präsent bleiben.
Die Veranstaltung unterstrich den anhaltenden Kampf um eine korrekte Einordnung des Anschlags. Durch die Verbindung von Spielern und Zuschauern hielt sie das Andenken an die Opfer wach. Die Vorbereitungen für den Jahrestag 2026 sollen diese Dynamik weiter nutzen.






