Gleisbetretung an Müngstener Brücke legt Zugverkehr lahm – hohe Einsatzkosten
Nikolaus FreudenbergerGleisbetretung an Müngstener Brücke legt Zugverkehr lahm – hohe Einsatzkosten
Leichtsinnige Gleisbetretung an der Müngstener Brücke führt zu schweren Zugausfällen
Am Sonntag, dem 8. März, verursachte ein rücksichtsloser Eindringling-Vorfall in der Nähe der Müngstener Brücke erhebliche Störungen im Bahnverkehr. Drei Personen – zwei Erwachsene und ein Kind – wurden kurz nach Mittag dabei beobachtet, wie sie sich widerrechtlich auf den Gleisen aufhielten. Ihr Verhalten zwang die Behörden, den Zugverkehr zwischen 12:09 Uhr und 12:50 Uhr komplett einzustellen, was einen Großeinsatz mehrerer Rettungskräfte auslöste.
Augenzeugen hatten die Eindringlinge bereits gegen 12:05 Uhr gemeldet. Die Bundespolizei, die Wuppertaler Polizei sowie die Feuerwehren aus Solingen und Remscheid rückten umgehend an. Die Erwachsenen behaupteten später, ihre Navigations-App habe sie über die Brücke geführt, doch die Beamten betonten, dass sichtbar angebrachte Verbotszeichen in jedem Fall zu beachten seien.
Die Bundespolizei verzeichnete Einsatzkosten in Höhe von 99,60 Euro und leitete gegen die beiden Erwachsenen ein Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Die Solinger Feuerwehr bezifferte ihre Auslagen auf etwa 656 Euro, die durch den Einsatz von Fahrzeugen und Personal entstanden. Auch die Wuppertaler Polizei forderte Gebühren in Höhe von 118,50 Euro pro Schuldner ein; der Fall befindet sich derzeit im Anhörungsverfahren.
Die Stadt Solingen hat bereits einen offiziellen Kostenbescheid nach dem Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG) von Nordrhein-Westfalen erlassen. Die Stadt Remscheid prüft hingegen noch, ob sie eine Kostenerstattung beantragen wird – ein Entscheidungszeitraum steht bisher nicht fest.
Der Vorfall zeigt einmal mehr die schweren Folgen von Gleisbetretungen für die Bahninfrastruktur. Fast eine Stunde lang kam es zu Verspätungen im Zugverkehr, während die Einsatzkräfte erhebliche Kosten verursachten. Die Behörden warnen erneut nachdrücklich davor, Sicherheitshinweise zu missachten, um ähnliche Zwischenfälle zu vermeiden.






