Grüne fragen nach: Gibt es Verbindungen zwischen christlichen Fundamentalisten und Rechtsextremen?
José MartinGrüne fragen nach: Gibt es Verbindungen zwischen christlichen Fundamentalisten und Rechtsextremen?
Die Grünen in Deutschland haben eine offizielle Kleine Anfrage an die Bundesregierung eingereicht. Darin fordern sie Details zu christlich-fundamentalistischen Gruppen und deren möglichen Verbindungen zu rechtsextremen Kreisen. Zudem wird nach dem Umfang und den potenziellen Risiken dieser Netzwerke gefragt.
Die parlamentarische Anfrage zielt insbesondere auf Verbindungen zwischen christlich-fundamentalistischen Meinungsmachern und rechtsextremen Akteuren ab. Namentlich genannt werden Personen wie Leonard Jäger und Tobias Riemenschneider sowie Organisationen wie die Alliance Defending Freedom International und der Bundesverband Lebensrecht. Die Grünen schlagen zudem Maßnahmen vor, um Online-Inhalte mit christlich motiviertem politischem Extremismus zu löschen.
Die Reaktionen auf die Anfrage fallen scharf aus. Riemenschneider bezeichnete sie als Versuch, traditionelle christliche Überzeugungen zu stigmatisieren. Alexandra Linder, Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht, kritisierte den Vorstoß als Bemühung, falsche Assoziationen zu schaffen und pro-life- sowie christliche Stimmen zu schwächen. Jäger warf den Grünen vor, nun biblische Werte als extremistisch zu brandmarken.
Die Anfrage erfolgt vor dem Hintergrund wachsender medialer Aufmerksamkeit für mutmaßliche Verbindungen zwischen christlichen Fundamentalisten und rechtsextremen Strömungen. Öffentlich-rechtliche Sender wie ARD und ZDF haben kürzlich Dokumentationen ausgestrahlt, in denen konservative Christen in kritischem Licht dargestellt werden.
Die Grünen drängen auf Transparenz über Ausmaß und Gefahrenpotenzial dieser Gruppen und fordern politische Schritte gegen extremistische Inhalte. Die Anfrage hat bei den Genannten vehementen Widerspruch ausgelöst – sie weisen jede extremistische Verbindung von sich.






