Grüne Stahlproduktion: Neue Wasserstoff-Pipeline verbindet Wefensleben mit Salzgitter
Nikolaus FreudenbergerGrüne Stahlproduktion: Neue Wasserstoff-Pipeline verbindet Wefensleben mit Salzgitter
Neue Wasserstoff-Pipeline soll Wefensleben mit dem Stahlwerk Salzgitter verbinden
Im Rahmen eines großen grünen Industrieprojekts entsteht eine neue Wasserstoff-Pipeline, die Wefensleben mit dem Stahlwerk in Salzgitter verbinden wird. Die 68 Kilometer lange Trasse spielt eine Schlüsselrolle bei der Herstellung von CO₂-armen Stahl, indem sie Kohle durch Wasserstoff ersetzt. Die Planung läuft bereits, der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen.
Die Ontras Gastransport GmbH entwickelt die Leitung, um das Salzgitter-Stahlwerk im Rahmen des SALCOS-Programms der Salzgitter AG mit Wasserstoff zu versorgen. Ziel der Initiative ist es, die CO₂-Emissionen durch den Umstieg von Kohle auf grünen Wasserstoff in der Stahlproduktion drastisch zu reduzieren. Die Pipeline wird durch die Landkreise Helmstedt, Wolfenbüttel und Salzgitter führen, bevor sie das Werk erreicht.
Bevor die Bauarbeiten beginnen, führt Ontras von Ende Juni bis Anfang August ökologische Untersuchungen durch. Dabei wird ein 600 Meter breiter Korridor entlang der geplanten Route auf geschützte Arten wie den Europäischen Feldhamster überprüft. Zudem hat das Unternehmen bereits die benötigten Rohre mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern bei Mannesmann, einer Tochtergesellschaft der Salzgitter AG, bestellt.
Der Baubeginn ist für 2027 geplant, die Inbetriebnahme der Pipeline soll im Dezember 2029 erfolgen. Noch im selben Monat sollen die ersten kommerziellen Wasserstofflieferungen an Kunden starten.
Die Pipeline ist ein zentraler Baustein für Salzgitters Umstieg auf klimaneutrale Stahlproduktion. Nach ihrer Fertigstellung ermöglicht sie dem Werk, in der Herstellung fossile Brennstoffe durch Wasserstoff zu ersetzen. Die volle Betriebsbereitschaft ist für Ende 2029 vorgesehen.






