05 May 2026, 23:13

"Grüne Ufer" feiert magische Uraufführung zwischen Zeit, Tod und Liebe in Jekaterinburg

Ein altes Illustrationstitelblatt "Die Musik der russischen Revolution" zeigt einen Mann in einem weißen Gewand, der ein Saiteninstrument spielt, und eine Frau in einem wallenden Kleid, die Blumen hält, eingerahmt von einem prunkvollen Rahmen vor einem tiefblauen Nachthimmel mit Sternen.

"Grüne Ufer" feiert magische Uraufführung zwischen Zeit, Tod und Liebe in Jekaterinburg

Neue Bühnenfassung von Grüne Ufer in Jekaterinburg uraufgeführt

Die Geschichte begann, als Alexejew auf Anastasia Wjalzewa stieß, eine Sängerin romantischer Lieder aus der vorrevolutionären Zeit. Ihr Leben und ihre Persönlichkeit faszinierten ihn so sehr, dass er daraus seinen Roman schuf. Die Handlung verknüpft die Schicksale eines sowjetischen Dichters der 1980er-Jahre und Wjalzewas selbst – getrennt durch die Zeit, doch verbunden durch eine überirdische Verbindung.

Das Stück gilt als eines der bedeutendsten Fantasy-Werke, das sich mit parallelen Existenzformen auseinandersetzt. Obwohl die Liebenden im Leben kein Glück finden, endet ihre Geschichte in einer gespenstischen Einheit im Tod.

Bornaschewas Inszenierung bleibt dem unheimlichen, traumhaften Ton des Romans treu. Die kleine Bühne des Tvary-Theaters verstärkte die intime und fesselnde Atmosphäre des Stücks.

Grüne Ufer hat nun auch das Publikum in Jekaterinburg erreicht – eine Mischung aus Geschichte, Fantasy und tragischer Romanze. Die Erforschung einer Liebe jenseits von Zeit und Raum hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Alexejews Besessenheit von Wjalzewas Vermächtnis inspiriert weiterhin sowohl den Roman als auch seine Bühnenadaption.

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