17 June 2026, 17:14

Halle modernisiert Bebauungsplan für Weinberg Campus bis 2026

Mehr Produktion und klare Lärmschutz: Halle präsentiert neue Pläne für den Weinberg Campus

Halle modernisiert Bebauungsplan für Weinberg Campus bis 2026

Die Stadtverwaltung von Halle (Saale) aktualisiert den Bebauungsplan für den Technologiepark Weinberg Campus. Der derzeitige Plan, der seit 1998 in Kraft ist, entspricht nicht mehr den modernen Bau-, Planungs- und Immissionsschutzvorschriften. Die geplanten Änderungen sollen die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts stärken und künftiges Wachstum ermöglichen.

Die Überarbeitungen betreffen zwei angrenzende Kernbereiche mit einer Gesamtfläche von etwa 26,2 Hektar, die vorrangig für Forschung und Verwaltung vorgesehen sind. Produktions- und Vertriebsaktivitäten im Zusammenhang mit Forschung werden nun ausdrücklich im Baurecht verankert, sodass Unternehmen ihre Tätigkeiten ausweiten können, ohne den Standort wechseln zu müssen.

Verlässliche Höchstgrenzen für die Gebäudehöhen sollen eingeführt werden, um den örtlichen und landschaftlichen Charakter zu bewahren. Zwar sieht der Rahmen kein starres 25-Meter-Limit vor, doch wird sichergestellt, dass die Bebauung im Einklang mit der Umgebung bleibt. Zudem werden flächenbezogene Emissionskontingente für den Lärmschutz rechtlich im Bebauungsplan verankert, die für jedes Grundstück zulässige Lärmpegel definieren.

Ein 2018 eingereichter Antrag zum Bau eines 1.900 Quadratmeter großen Einzelhandelsgroßmarkts auf dem Campus war vom Stadtrat abgelehnt worden. Der neue Entwurf schließt großflächige Einzelhandelsprojekte aus, sieht jedoch die Umwidmung eines fünf Hektar großen Geländes südlich der Blücherstraße vor, das ursprünglich für eine größere Siedlung vorgesehen war. Der Umweltbericht stuft die Gesamtauswirkungen auf Klima und Luftqualität als vernachlässigbar bis gering ein.

Die Stadt betont, dass das Verfahren die kommunalen Finanzen nicht belasten werde. Vielmehr werden positive Effekte auf die Beschäftigung und die Gewerbesteuereinnahmen erwartet, da die Rahmenbedingungen für Neuinvestitionen verbessert werden. Der Stadtrat wird am 24. Juni 2026 über die endgültige Fassung der Planänderungen abstimmen.

Der aktualisierte Bebauungsplan zielt darauf ab, die Vorschriften zu modernisieren und die Entwicklung des Technologieparks zu fördern. Er führt klarere Regelungen zu Gebäudehöhen, Lärm und Flächennutzung ein, während großangelegte Einzelhandelsvorhaben ausgeschlossen werden. Die endgültige Entscheidung über die Veröffentlichung des Entwurfs liegt beim Stadtrat im Mitte 2026.

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