12 June 2026, 12:16

Halle (Saale) sperrt Straßen für WM-Sicherheit – doch Händler protestieren gegen "überzogene Maßnahmen"

Empörung auf der Kneipenstraße in Halle (Saale): Wirte rebellieren gegen die WM-Sicherheitsbarrieren der Stadt - sie wollen kaum Fußball zeigen

Halle (Saale) sperrt Straßen für WM-Sicherheit – doch Händler protestieren gegen "überzogene Maßnahmen"

In der Stadt Halle (Saale) wurden entlang der Kleinen Ulrichstraße temporäre Absperrungen installiert, um während der FIFA-Weltmeisterschaft den Autoverkehr zu regulieren. Die Maßnahme soll riskantes Fahrverhalten verhindern und die Sicherheit der Fußballfans gewährleisten. Lokale Geschäftsinhaber kritisieren die Absperrungen jedoch als übertrieben und unnötig.

Die ausfahrbaren Poller können abends und nachts hochgefahren werden. Die Stadt begründet die Maßnahme damit, dass sie sogenanntes „Protzfahren“ unterbinden und Fans schützen wolle, die sich versammeln, um die Spiele zu verfolgen. Doch fast keines der Geschäfte in der Straße überträgt das Turnier.

Nur drei Lokale planen, WM-Spiele zu zeigen. Die übrigen zeigen keine Übertragungen – manche setzen stattdessen auf Gäste, die in ruhiger Atmosphäre fernab des Fußballfiebers entspannen möchten. Die Geschäftsleute argumentieren, dass kaum Fans in der Gegend unterwegs sein werden, was die Absperrungen sinnlos mache.

Lokale Betreiber werfen der Stadt zudem vor, die Entscheidung ohne Absprache mit ihnen getroffen zu haben. Sie bezeichnen die Barrieren als „militaristisch“ und „völlig überzogen“. Stattdessen schlagen sie gezielte Polizeistreifen als effektivere Lösung vor, um rücksichtslose Fahrer in den Griff zu bekommen.

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Trotz des Widerstands der Geschäftsleute bleiben die Absperrungen bestehen. Die Stadt hält an ihrer Position fest, dass die Maßnahme aus Sicherheitsgründen notwendig sei. Die Betreiber setzen sich weiterhin für alternative Lösungen ein, um die Verkehrsprobleme während des Turniers zu bewältigen.

Quelle