30 April 2026, 04:24

Haushaltsentwurf 2027: Wirtschaft und Gewerkschaften üben harsche Kritik an der Bundesregierung

Grundrisszeichnung des ehemaligen Bundeskanzleramts, zeigt detaillierte Layout und Text.

Haushaltsentwurf 2027: Wirtschaft und Gewerkschaften üben harsche Kritik an der Bundesregierung

Der Haushaltsentwurf der Bundesregierung für das Jahr 2027 steht in der scharfen Kritik von Wirtschaft und Gewerkschaften. Der Wirtschaftsrat der CDU bezeichnete ihn als "nur auf dem Papier ausgeglichen", während der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) warnte, er werde den Sozialstaat schwächen. Beide Seiten äußerten Bedenken hinsichtlich der Ausgabenpolitik, der Schuldenlast und der wirtschaftlichen Folgen.

Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrats der CDU, warf der Regierung vor, notwendige Strukturreformen zu versäumen. Der Haushalt verschiebe lediglich die Schuldenrückzahlung, während gleichzeitig die Ausgaben und die Nettokreditaufnahme stiegen, so Steiger. Sein Fazit: Es fehle an spürbaren Einsparungen, und bestehende Haushaltslücken blieben ungelöst.

Auch der DGB verurteilte die Sparmaßnahmen des Entwurfs. Stefan Körzell, Mitglied des DGB-Bundesvorstands, kritisierte, die Kürzungen würden weitverbreitete Unsicherheit schüren und die wirtschaftliche Erholung gefährden. Mit Ausnahme der Verteidigung seien nahezu alle Bereiche von strengen Ausgabenkürzungen betroffen – ein "Rundumschlag gegen den Sozialstaat", wie Körzell betonte.

Der Haushalt 2027 sieht sich nun mit Widerstand sowohl vonseiten der Wirtschaft als auch der Gewerkschaften konfrontiert. Kritiker monieren, dass er auf verschobene Schulden und Ausgabenkürzungen setze, was öffentliche Dienstleistungen und das Wirtschaftswachstum destabilisieren könnte. Die Regierung hat auf die wachsende Kritik bisher noch nicht reagiert.

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