24 May 2026, 20:26

Heizungsgesetz: Warum Kritiker von einem "Chaos-Gesetz" sprechen und Biogas-Pläne scheitern könnten

Grüne fordern Stopp des neuen Heizungsgesetzes

Heizungsgesetz: Warum Kritiker von einem "Chaos-Gesetz" sprechen und Biogas-Pläne scheitern könnten

Der Entwurf des deutschen Heizungsgesetzes steht in der scharfen Kritik von Oppositionspolitikern und Wirtschaftsverbänden. Lisa Badum, klimapolitische Sprecherin der Grünen, bezeichnete den Vorschlag als ein „Chaos-Gesetz“ ohne klare Strategie, um ausreichend grünes Gas zu sichern. Unterdessen fordern Energieverbände mehr Transparenz bei den Versorgungsplänen, bevor das Gesetz weiter voranschreitet.

Der vom Kabinett gebilligte Entwurf sieht einen „Hochlauf von Biokraftstoffen“ ab 2029 vor. Bis 2040 müssen Heizstoffe einen steigenden Anteil klimafreundlicher Quellen enthalten. Doch die Regierung räumt ein, dass sie den künftigen Bedarf nicht zuverlässig abschätzen und nicht garantieren kann, ob ausreichend Biomethan verfügbar sein wird.

Sowohl der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) als auch der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) haben die Minister aufgefordert, das tatsächliche Biomassepotenzial offenzulegen. Zudem verlangen sie konkrete Angaben dazu, wie die Versorgung ausgebaut werden soll, um die neuen Quoten zu erfüllen.

In einem Interview mit dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ bezeichnete Badum die Politik als eine „Biogas-Treppe ins Nichts“. Sie argumentierte, das Gesetz belaste Mieterinnen und Mieter finanziell stark, ohne die notwendige Brennstoffversorgung zu garantieren. Das benötigte Biomethan sei bereits anderen Sektoren zugewiesen – woher die zusätzlichen Mengen kommen sollen, bleibe unklar.

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Der Gesetzentwurf steht nun vor weiteren Prüfungen, während Bedenken hinsichtlich Machbarkeit und Kosten wachsen. Ohne einen klaren Plan zur Beschaffung von Biokraftstoffen warnen Kritiker, dass die Politik Haushalte mit höheren Rechnungen und einer unzuverlässigen Versorgung zurücklassen könnte. Die Wirtschaftsverbände drängen weiterhin auf Antworten, bevor das Gesetz verabschiedet wird.

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