Hochschulzugang wird bis 2026 deutlich einfacher als noch vor zehn Jahren
Fatima TrubinHochschulzugang wird bis 2026 deutlich einfacher als noch vor zehn Jahren
Hochschulzugang in Deutschland wird einfacher
Bis zum Wintersemester 2026/27 werden mehr als zwei Drittel aller Studiengänge ohne Zulassungsbeschränkungen auskommen. Noch vor einem Jahrzehnt verlangte fast die Hälfte aller Bachelorstudiengänge bestimmte Noten für die Aufnahme.
Im aktuellen Semester unterliegen nur noch 31,6 Prozent der bundesweiten Studienangebote Zugangsbeschränkungen. Das ist ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu 2014, als 47,6 Prozent der Bachelorstudiengänge Zulassungskriterien hatten.
Regionale Unterschiede bleiben jedoch bestehen. Berlin und Baden-Württemberg verzeichnen nach wie vor den höchsten Anteil an Studiengängen mit Beschränkungen. Dagegen bieten Thüringen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz den offensten Zugang – hier setzt weniger als jeder fünfte Studiengang Notenhürden.
Besonders stark ist der Rückgang in Hamburg: Innerhalb von nur zwei Jahren sank der Anteil der zulassungsbeschränkten Studiengänge von 62,4 auf 37,6 Prozent. Infolgedessen stehen heute sieben von zehn grundständigen Studiengängen allen Studierenden offen – unabhängig von ihren Schulabschlussnoten.
Der Trend deutet auf eine zunehmende Öffnung für Studieninteressierte hin. Bis 2026 werden die meisten Studienprogramme für alle Bewerber zugänglich sein. Diese Entwicklung spiegelt eine grundsätzliche Abkehr von Barrieren im deutschen Hochschulsystem wider.






