John Neumeiers Abschied markiert das Ende einer Ballett-Ära in Hamburg
José MartinJohn Neumeiers Abschied markiert das Ende einer Ballett-Ära in Hamburg
Hamburgs Ballettszene steht vor einem historischen Moment. Die Stadt, bekannt für ihre lebendige Subkultur, ihr Nachtleben und ihre klassischen Künste, wird bald das Ende einer Ära in ihrer weltberühmten Ballettcompagnie erleben. Nach fünf Jahrzehnten an der Spitze tritt John Neumeier als Direktor des Hamburg Balletts zurück.
Die Spielzeit 2022/23, die bereits Anfang September begonnen hat, wird sein letztes Kapitel mit dem Ensemble feiern. Vor 50 Jahren übernahm Neumeier die Leitung des Hamburg Balletts. Unter seiner Führung entwickelte sich die Truppe von einem lokalen Ensemble zu einem der angesehendsten Namen im internationalen Ballett. Seine künstlerische Vision und Choreografien brachten der Compagnie weltweite Anerkennung ein.
Die offizielle Eröffnung dieser denkwürdigen Spielzeit findet am 18. September in der Hamburgischen Staatsoper statt. An diesem Abend wird Gustav Mahlers Dritte Sinfonie aufgeführt – ein Werk, das eng mit Neumeiers Schaffen verbunden ist. Die Wahl spiegelt sowohl sein künstlerisches Erbe als auch die emotionale Tragweite dieses Abschieds wider.
Obwohl die Vorstellungen bereits Anfang September begannen, wird die formelle Eröffnung später in diesem Monat besondere Aufmerksamkeit erregen. Sowohl Publikum als auch Kritiker werden erwartet, um einem Direktor die Ehre zu erweisen, dessen Einfluss über Generationen hinweg Hamburgs kulturelle Identität geprägt hat. Die Spielzeit 2022/23 schließt eine prägende Epoche für das Hamburg Ballett ab. Neumeiers Abschied hinterlässt ein Erbe künstlerischer Exzellenz und internationaler Strahlkraft. Sein Abschlussprogramm, das mit Mahlers Dritter Sinfonie beginnt, ebnet den Weg für das nächste Kapitel der Compagnie.






