Junge Union fordert radikale Steuerreform mit 20-Milliarden-Entlastung
Nikolaus FreudenbergerJunge Union fordert radikale Steuerreform mit 20-Milliarden-Entlastung
Johannes Winkel, Vorsitzender der Jungen Union, drängt auf eine umfassende Steuerreform. Statt eines überstürzten, halbherzigen Kompromisses vor der Sommerpause fordert er mutige Veränderungen.
Winkel unterstützt einen Vorschlag von Yannick Bury und Florian Dorn, der Steuersenkungen sowie den schrittweisen Abbau staatlicher Subventionen vorsieht. Er besteht darauf, dass eine Reform Entlastungen von über 20 Milliarden Euro bringen muss. Kern seines Plans ist eine einheitliche Kürzung der Subventionen in allen Bereichen.
Anders als der Wirtschaftsflügel seiner Partei zeigt er sich offen für Verhandlungen über Steueranpassungen. Zudem pocht er darauf, dass Union und SPD faire Bedingungen für jede Branche sicherstellen. Als Vorbild verweist er auf die jüngste Rentenkommission, die als Blaupause für eine Einkommensteuerreform dienen könnte.
Winkels Position ist klar: Entweder gibt es nach dem Sommer eine grundlegende Reform – oder das Vorhaben sollte fallen gelassen werden. Er appelliert an die Koalitionsspitzen, hoch zu pokern, statt sich mit einem hastigen Deal zu begnügen.
Im Mittelpunkt seiner Pläne stehen erhebliche Steuersenkungen und der schrittweise Ausstieg aus Subventionen. Die Reform würde die finanzielle Förderung für Unternehmen und Privatpersonen neu gestalten. Nun liegt es an den Koalitionspartnern, ob sie entschlossen handeln – oder die Entscheidung vertagen.
