Jungheinrich kämpft mit Gewinnrückgang und Führungswechsel nach Streik und Konkurrenzdruck
José MartinJungheinrich kämpft mit Gewinnrückgang und Führungswechsel nach Streik und Konkurrenzdruck
Jungheinrich meldet deutlichen Gewinnrückgang im ersten Quartal – Vorsteuerergebnis halbiert
Der Intralogistik-Spezialist Jungheinrich verzeichnete im ersten Quartal einen deutlichen Einbruch der Erträge: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag nur noch bei der Hälfte des Vorjahreswerts. Gleichzeitig steht das Unternehmen vor einem Führungswechsel, nachdem Finanzvorständin Heike Wulff früher als erwartet ihr Amt niederlegte.
Der Gewinnrückgang fällt in eine Phase starker Konkurrenz und wurde zusätzlich durch einen kürzlichen Streik im Werk Lüneburg belastet. Diese Faktoren haben die Performance spürbar gedrückt – das EBIT brach in den ersten Monaten des Jahres um 50 Prozent ein.
Der Abgang von Heike Wulff wurde nach Ablauf ihres Vorstandsmandats offiziell bestätigt. Bis eine Nachfolge gefunden ist, übernimmt Vorstandschef Lars Brzoska kommissarisch die Finanzverantwortung.
Jungheinrich bleibt weiterhin in Familienhand: Die Nachkommen des Firmengründers Friedrich Jungheinrich halten die Mehrheit der Anteile. Die 54 Millionen stimmberechtigten Stammaktien (53 Prozent des Gesamtkapitals) sind gleichmäßig auf die Familien seiner beiden Töchter aufgeteilt. Daneben werden 45 Millionen stimmrechtslose Vorzugsaktien im MDAX gehandelt.
Seit Ende 2025 hat der Börsenwert des Unternehmens um fast 30 Prozent nachgegeben und liegt aktuell bei rund 2,6 Milliarden Euro.
Mit schwächelnden Erträgen und einem Führungswechsel steht Jungheinrich vor einer herausfordernden Phase. Der künftige Finanzchef wird nicht nur operative Probleme angehen, sondern auch das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen müssen, um die Performance zu stabilisieren.






