Kriminalstatistik 2025: Mehr Messerangriffe und Cyberkriminalität trotz Rückgangs der Gesamtkriminalität
Nada BlochKriminalstatistik 2025: Mehr Messerangriffe und Cyberkriminalität trotz Rückgangs der Gesamtkriminalität
Kriminalstatistik 2025 im Osnabrücker Land und Niedersachsen: Gemischtes Bild mit Licht und Schatten
Die Kriminalitätszahlen in der Region Osnabrück und in Niedersachsen präsentierten sich 2025 mit unterschiedlichen Trends. Zwar ging die Gesamtzahl der Straftaten leicht zurück, doch in Bereichen wie Messerangriffe und Cyberkriminalität zeigten sich besorgniserregende Zunahmen. Die Behörden bewerteten die Sicherheitslage zwar als stabil, wiesen aber auf anhaltende Herausforderungen bei häuslicher Gewalt und Digitaldelikten hin.
Insgesamt wurden 2025 81.539 Straftaten registriert – ein Rückgang um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte ist die Kriminalität um 23.000 Fälle gesunken, was einen langfristigen Abwärtstrend bestätigt. Dennoch blieb Gewaltkriminalität ein zentrales Problem: 14.568 Delikte wurden erfasst, darunter fast 10.000 Körperverletzungen.
Besonders auffällig war der Anstieg von Messerstraftaten auf 438 Fälle, wobei es sich meist um Bedrohungen und nicht um tatsächliche Angriffe handelte. Die Zahlen zu häuslicher Gewalt blieben mit 4.893 Fällen auf hohem Niveau – zwei mutmaßliche Tötungsdelikte in familiärem Umfeld erschütterten dabei die Region Osnabrück. Gleichzeitig stieg die Cyberkriminalität seit 2021 um 45 Prozent auf 1.750 Fälle im Jahr 2025. Phishing- und Ransomware-Attacken wurden immer ausgefeilter, sodass Niedersachsen zwar über dem Bundesschnitt, aber noch unter der Steigerungsrate von Nordrhein-Westfalen (52 Prozent) lag.
Bei der Jugendkriminalität gab es 2025 Verschiebungen: Während die Zahl der jugendlichen Tatverdächtigen (14 bis 18 Jahre) sank, nahmen Straftaten durch Kinder unter 14 Jahren zu. Insgesamt wurden 5.868 Delikte mit Minderjährigen in Verbindung gebracht – leicht weniger als 2024. Ein anhaltendes Problem blieb zudem die Verbreitung pornografischen Materials über digitale Kanäle, mit 867 gemeldeten Fällen.
Fazit: Die Sicherheitslage in der Region bleibt stabil, und die Kriminalitätsrate sinkt insgesamt weiter. Doch der Anstieg bei Cyberangriffen, Messerbedrohungen und anhaltend hoher häuslicher Gewalt erfordert gezielte Gegenmaßnahmen. Die Behörden stehen vor der Aufgabe, diese spezifischen Herausforderungen zu bewältigen, ohne den positiven Gesamttrend zu gefährden.






