05 June 2026, 17:11

Kubicki übernimmt FDP-Vorsitz in der tiefsten Krise der Parteigeschichte

FDP startet Bundesparteitag mit Vorstandswahlen in Berlin

Kubicki übernimmt FDP-Vorsitz in der tiefsten Krise der Parteigeschichte

Die Freie Demokratische Partei (FDP) hat am Samstag in Berlin ihren Bundesparteitag eröffnet. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Wahl von Wolfgang Kubicki zum neuen Bundesvorsitzenden – ein Amt, das er nun ohne Gegenkandidaten antritt. Die Partei steckt nach einer Reihe enttäuschender Wahlergebnisse tief in der Krise.

2023 erlitt die FDP schwere Verluste und verfehlte bei der Bundestagswahl die Fünf-Prozent-Hürde. Zudem verlor sie in den Landtagswahlen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ihre Mandate. Seither zeigen Umfragen, dass die Partei weiterhin um Zustimmung kämpft.

Ursprünglich hatte Henning Höne, FDP-Landesvorsitzender in Nordrhein-Westfalen, geplant, Kubicki als Gegenkandidat für den Parteivorsitz herauszufordern. Doch er zog seine Bewerbung zurück, sodass Kubicki als einziger Kandidat übrig blieb. Höne wird stattdessen erneut für den stellvertretenden Vorsitz kandidieren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Kubicki, ehemaliger Bundestagsvizpräsident, übernimmt nun in einer kritischen Phase die Führung. Eine aktuelle Forsa-Umfrage ergab, dass die Mehrheit der Wähler zweifelt, ob die FDP genug Unterstützung zurückgewinnen kann, um künftig die Fünf-Prozent-Marke zu überschreiten. Seit der Niederlage 2023 lag die Partei in keiner Umfrage mehr über dieser Schwelle.

Die Wahl des neuen Vorsitzenden markiert einen Wendepunkt für die FDP, doch der Weg aus der Krise bleibt ungewiss. Kubicki tritt sein Amt in einer der schwersten Krisen der Parteigeschichte an. Ohne eine Trendwende in der öffentlichen Meinung bleibt der Wiedereinzug in den Bundestag fraglich.

Quelle