Mainz verlegt 220-Meter-Pipeline unter dem Rhein mit innovativer Bohrtechnik
Nikolaus FreudenbergerMainz verlegt 220-Meter-Pipeline unter dem Rhein mit innovativer Bohrtechnik
Großes Infrastrukturprojekt in Mainz: Neue 220-Meter-Leitung unter dem Rhein
In Mainz beginnt ein bedeutendes Infrastrukturvorhaben: Ab dem 11. Mai wird eine neue 220 Meter lange Pipeline unter dem Rhein verlegt. Die Leitung ersetzt eine teilweise beschädigte Versorgungs- und Abwasserleitung, die bisher das Gebiet Ingelheimer Aue in der Nähe der Gassnerallee mit dem Kanalsystem am Mombacher Kreisel verband. Erstmals setzt der städtische Versorgungsbetrieb Wirtschaftsbetrieb Mainz dabei auf das Verfahren des horizontalen Richtbohrens, um die Arbeiten durchzuführen.
Die bestehende Leitung wies in mehreren Abschnitten Schäden auf und wurde bislang nur provisorisch instand gehalten. Um eine langfristige Zuverlässigkeit zu gewährleisten, wird die neue Leitung mit einem Schutzmantel umgeben. Diese Konstruktion erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen künftige Abnutzung und ermöglicht Wartungsarbeiten oder Austauschmaßnahmen, ohne den Betrieb im nahegelegenen Hafenbecken zu beeinträchtigen.
Der Einbau erfolgt in drei Hauptschritten: Zunächst wird eine Pilotbohrung unter dem Flussbett in bis zu zehn Metern Tiefe vorgenommen. Anschließend wird das Bohrloch erweitert, um die Leitung mit einem Durchmesser von 71 Zentimetern aufzunehmen. Abschließend wird der Schutzmantel mit den neuen Rohren durch den erweiterten Kanal gezogen.
Die Bauarbeiten sollen bis Ende August 2026 andauern. Die gewählte Methode minimiert die Beeinträchtigungen für die Umgebung und sichert gleichzeitig die Langlebigkeit der Leitung.
Nach Fertigstellung wird die neue Pipeline eine stabile Verbindung zwischen Ingelheimer Aue und dem Kanalsystem am Mombacher Kreisel herstellen. Durch den Schutzmantel und die moderne Bohrtechnik sollen künftige Reparaturen reduziert und die Lebensdauer der Infrastruktur verlängert werden. Die Arbeiten beginnen Mitte Mai; die vollständige Inbetriebnahme ist für den Spätsommer 2026 geplant.






