09 June 2026, 06:19

Mehrheit der Deutschen will Beleidigung von Politikern weiterhin bestrafen

Mehrheit der Deutschen lehnt Abschaffung der Beleidigung von Politikern ab

Mehrheit der Deutschen will Beleidigung von Politikern weiterhin bestrafen

Eine neue Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Deutschen das Gesetz beibehalten möchte, das die Beleidigung von Politikern unter Strafe stellt. Die im frühen Juni durchgeführte Erhebung offenbart eine breite öffentliche Unterstützung für die Beibehaltung der Regelung – trotz politischer Debatten über deren Zukunft. Nur eine Minderheit der Wähler spricht sich für eine Abschaffung aus.

Die Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut Forsa am 4. und 5. Juni 2026 mit 1.007 Teilnehmern durchgeführt. Auftraggeber waren das Magazin Stern und der Sender RTL. Die Ergebnisse zeigen: 58 Prozent der Deutschen befürworten die Beibehaltung des Gesetzes, während 38 Prozent der Meinung sind, es solle abgeschafft werden.

Die Zustimmung variiert je nach Region und politischer Ausrichtung. In Westdeutschland unterstützen 59 Prozent das Gesetz, in Ostdeutschland sind es 52 Prozent. Unter den Anhängern der Parteien sprechen sich vor allem die Wähler der Linken (65 Prozent) und der Grünen (72 Prozent) deutlich für die Beibehaltung aus. Selbst innerhalb der großen Koalition wollen 84 Prozent der SPD- sowie der CDU/CSU-Anhänger, dass die Regelung bestehen bleibt.

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Die CDU hatte kürzlich gefordert, den Straftatbestand abzuschaffen, mit der Begründung, er schränke die Meinungsfreiheit ein. Die SPD lehnt diesen Vorstoß jedoch ab und hält den Zeitpunkt für ungünstig. Lediglich unter AfD-Wählern findet die Abschaffung breite Unterstützung – 60 Prozent befürworten die Streichung des Gesetzes.

Die Ergebnisse verdeutlichen eine klare Kluft zwischen der öffentlichen Meinung und Teilen der politischen Führung. Während sich eine Mehrheit der Deutschen – über alle Regionen und die meisten Parteien hinweg – für die Beibehaltung des Gesetzes ausspricht, könnte der Vorstoß der CDU auf Widerstand stoßen. Die Debatte dreht sich nun darum, ob die Abgeordneten dem Parteivorschlag folgen oder sich an der breiten Wählerstimmung orientieren werden.

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