07 April 2026, 00:27

Merz' Rückführungspläne gefährden syrische Fachkräfte im deutschen Gesundheitswesen

Schwarzes Buch mit goldener Schrift, das "Adolph Meiner - Zittau Hospital-Str 2" auf einem weißen Hintergrund liest.

Merz' Rückführungspläne gefährden syrische Fachkräfte im deutschen Gesundheitswesen

Bundeskanzler Friedrich Merz hat Pläne angekündigt, rund 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrer innerhalb der nächsten drei Jahre zurückzuführen. Der Vorschlag stößt auf scharfe Kritik von Vertretern des Gesundheitswesens, die vor schweren Folgen für den Sektor warnen. Syrische Fachkräfte im medizinischen Bereich spielen eine zentrale Rolle in Krankenhäusern bundesweit und schließen wichtige Personallücken.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat sich gegen die beschleunigten Rückführungspläne der Regierung ausgesprochen. Henriette Neumeyer, stellvertretende Vorsitzende der Organisation, betonte, dass der Verlust dieser Arbeitskräfte die Patientenversorgung erheblich beeinträchtigen würde. Sie unterstrich ihre Bedeutung für den reibungslosen Betrieb der Krankenhäuser.

Syrische Ärzte stellen die größte Gruppe ausländischer Mediziner in Deutschland. Bis Ende 2024 waren 5.745 von ihnen in Krankenhäusern im ganzen Land beschäftigt. Doch nicht nur in der Medizin sind syrische Fachkräfte unverzichtbar: Über 2.000 arbeiten in der Pflege und leisten dort essenzielle Unterstützung.

Die Warnung der DKG kommt zu einer Zeit, in der Krankenhäuser bereits unter Personalmangel leiden. Der Wegfall einer so großen Zahl qualifizierter Mitarbeiter könnte die Wartezeiten verlängern und die Versorgungsqualität weiter verschlechtern. Die Krankenhausgesellschaft fordert die Regierung auf, die Auswirkungen des Plans auf das Gesundheitswesen neu zu bewerten.

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Die geplante Regelung sieht vor, dass Zehntausende Syrer Deutschland innerhalb von drei Jahren verlassen müssten. Besonders in Medizin und Pflege sind Krankenhäuser in hohem Maße auf ihr Fachwissen angewiesen. Ohne sie könnte das Gesundheitssystem in naher Zukunft noch stärker unter Druck geraten.

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